S2 #2 Wie wir bei der Geburt unserer Kinder, auch selbst neu geboren werden
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00:00:06: Herzlich willkommen zu dieser neuen Folge von Lass fließen.
00:00:10: Ich bin Nela Friederschmitz, das ist Nikola Winn und heute meine Gäste hier in diesem Studio.
00:00:15: Und ich freue mich riesig dass du da bist und riesig auch du da wirst und auf Play gedrückt hast und zuhörst.
00:00:22: Wir werden heute über Geburten sprechen, weil das ist einfach das was Nikola mitbringt und was ihr größtes Wirken in dieser Welt ist.
00:00:30: Und ja bevor wir das machen möchte ich aber wie immer gerne einmal ganz kurz dich reinholen in dieses Herzblutuniversum.
00:00:38: Was ist hier eigentlich gerade los?
00:00:40: Was kannst du machen und
00:00:43: was passiert
00:00:43: gerade in diesem Universum?
00:00:45: Wir haben jetzt gerade Sommerpause.
00:00:47: Dafür läuft der Podcast.
00:00:48: Aber direkt nach der Sommerpause ist das Herzblut-Mama-Retreat wieder da und du kannst dafür jetzt noch einen Platz buchen, da ist gerade noch ein Platz frei.
00:00:57: Nikola war sogar dabei!
00:01:00: Geht alle zum Herzblutt-Mamma-Retry.
00:01:01: Das ist so schön.
00:01:05: Ist nicht der Grund warum ich sie eingeladen habe aber ich finde es total schön.
00:01:09: Du kannst sogar ein bisschen Insights geben.
00:01:11: Also einfach ein wunderschönes Wochenende für dich als Mama um dich einfach nochmal mit deinem Ja, um dich bereit zu machen für die Pubertät deiner Tochter und auch dich noch mal so read to connecten mit der Pubertat, die du vielleicht mal erlebt hast.
00:01:27: Und da nicht alleine durchzumüssen und dabei mega lecker versorgt zu werden auf dem Land zu sein und das zu genießen.
00:01:34: Das kannst du direkt nach der Sommerpause.
00:01:36: Anfang Oktober ist das Herzblut Mama Retreat.
00:01:39: Da kannst du noch dabei sein!
00:01:42: Ab August sind wieder Massagen möglich.
00:01:46: Klar, für die Mädchenbande kannst du dein Mädchen jederzeit auf die Warteliste setzen.
00:01:51: Habe ich bei meinem Mädchen auch schon gemacht?
00:01:53: Das dauert noch ein paar Jahre aber ... Bei dem Eins.
00:01:59: Genau!
00:02:00: Darin sprechen wir auch gleich nochmal.
00:02:02: Ich möchte wie jedes Mal in diesen Folgen gerne mit einem Zyklus-Check in anfangen.
00:02:07: Ich mach das immer am Anfang von jeder Folge, dass ich einmal einen Checken mit dem Körper, einmal kurz wo bin ich eigentlich gerade im Zyklus und was braucht mein Körper vielleicht grade?
00:02:18: Und da sind meine Zuhörer immer ganz herzlich eingeladen mitzumachen.
00:02:23: Aber jetzt natürlich auch mit dir, total schön!
00:02:26: Wo bist du grad in deinem
00:02:27: Zyklus?!
00:02:27: Ich
00:02:28: bin tatsächlich gerade am Tag zwei, das heißt, ich blute gerade... ...ich bin mitten in meiner Menstruation.
00:02:35: Was für eine
00:02:36: Ehre,
00:02:38: dass du hier bist und diesen Tag mit uns teilst.
00:02:42: Richtig schön!
00:02:44: Ja ich hoffe mein Gehirn funktioniert so wie ich das brauche weil natürlich das ganze Blut jetzt hier fließt.
00:02:50: aber... Lass fließen!
00:02:52: Wir lassen fließen.
00:02:55: Und manchmal ist es ja auch eine Energie die total schön ist.
00:03:00: Ich empfinde das zumindest ganz oft, wenn ich meine Periode habe, dass ich so angebunden bin.
00:03:05: Dass ich mir nicht extra Stress mache mit irgendwas.
00:03:08: Genau das!
00:03:09: Also ich hab immer diesen Begriff No Bullshit... Es gibt keine zusätzliche Energie für irgendetwas Überflüssiges was ich gerade nicht brauche.
00:03:20: Ja
00:03:21: voll und das kann gut sein.
00:03:22: manchmal also manchmal ist es natürlich auch ein bisschen.
00:03:26: Mit Kindern fühlt sich das manchmal an wie so ein bisschen Survivor-Modus, finde ich.
00:03:30: So hier muss irgendwie nur klar kommen!
00:03:34: Aber es kann auch sehr gut sein, weil man dann so klar ist.
00:03:38: Ja voll und gerade in einem Interview oder Podcast ist es total gut.
00:03:43: Weil da hat man ja ganz oft mehr Energie auf dem Kessel als eigentlich nötig ist.
00:03:49: Voll schön, dass du da bist.
00:03:51: Ich
00:03:51: will auch gerne wissen, wo du bist.
00:03:52: Ja!
00:03:54: Ich bin noch davor.
00:03:55: Aber schon ziemlich nah davor als ich bin Tag ... ... zweiundzwanzig jetzt
00:04:00: und ich merke
00:04:01: schon so ein bisschen das mein Bauch schon so'n bisschen sich vorbereitet und arbeitet.
00:04:06: Ich merke auch heute Morgen habe ich auch so diesen Blurry im Gehirn, sodass ich so gedacht hab wie schaffe ich das heute mich wirklich gut zu fokussieren?
00:04:15: Das ist dann meistens irgendwie, ich bin eigentlich immer vor der Periode ziemlich gut fokussiert.
00:04:20: Aber das ist so ein Zeichen, dass jetzt wirklich schon ziemlich nase ist,
00:04:23: dass ich
00:04:24: manchmal so ... Hä?
00:04:25: Was wollte ich hier sein?
00:04:27: Und so bin ich auch unterwegs heute.
00:04:29: von daher können wir uns glaube ich ganz gut ergänzen oder ganz gut da reinbewegen in dieses Naja mal sehen was passiert.
00:04:37: ja
00:04:40: wie schön voll schön.
00:04:43: Ich hab Nikola eingeladen, weil du einfach für mich eine ganz spannende ... Du bringst so viel spannende Dinge mit.
00:04:53: Und als Frau bist du mir ja nicht nur ... Wir kennen uns und wir sind Freunde, wir arbeiten auch zusammen!
00:05:00: Ich beurwarte dich, ich erlebte dich wie du mit deinen Kindern bist.
00:05:02: Wie du Mama bist aber auch dein Traum nach vorne bringst und deinen Wirken arbeiten.
00:05:08: Das finde ich spannend dass ich das gerne in dem Podcast holen will.
00:05:12: Weil Nikola ist Mama von fünf Kindern im Alter von vier oder fünf?
00:05:20: Und sechs sind die älteste.
00:05:23: Also wirklich eine ganz große Range Und du bist Atem, Sprech und Stimmlehrerin.
00:05:30: Jetzt mach ich es nicht genau.
00:05:34: Aber du begleitest eben ... Das empfinde ich so als dein Herzblut.
00:05:37: Du begleittest auch Mamas auf dem Weg zur Geburt aber eben auch Mimas danach in dieser Balance wirklich auf das Bauchgefühl zu hören was will ich eigentlich?
00:05:49: Was möchte ich für meine Kinder entscheiden?
00:05:52: Wie gehe ich mit alldem um?
00:05:54: die Welt Die Gesellschaft auch von mir verlangt als Mama.
00:05:58: Und da immer wieder so zu navigieren, was eigentlich mein eigener Weg ... Da bist du eine ganz tolle Unterstützung und da hast du natürlich auch deinen eigenen Weg!
00:06:06: Und da bin ich super, super neugierig!
00:06:10: Ja wie ist es dazu gekommen dass du dich entschieden hast Mamas zur Helfen?
00:06:19: Also erst mal bin ich selbst Mama geworden
00:06:21: ja
00:06:22: und das hat dann eine Weile gedauert.
00:06:25: also ich war sehr mit Mama sein beschäftigt.
00:06:28: Ich habe relativ schnell drei Kinder bekommen, also im Abstand von jeweils zwei Jahren.
00:06:35: Genau sind die alle auf die Welt gepurzt?
00:06:38: Wahrscheinlich hast du da auch was für getan.
00:06:40: Wahrscheinlich ja genau ich war irgendwie beteiligt und ich war voll absolut in Mama-Modus.
00:06:48: Ich hab sehr viel gestillt.
00:06:51: als ich habe alle meine Kinder lange gestellt zum Teil auch tandem gestillte Und ja, ich hatte aber für mich... habe ich irgendwann festgestellt.
00:07:03: Das war mir erst gar nicht so klar.
00:07:04: also für mich waren die Geburten eben natürlich sehr, sehr große Ereignisse.
00:07:09: Aber mir war gar nicht klar dass das so anders ist.
00:07:16: So anders war meine Erlebnisse im Vergleich zu vielen anderen Frauen, die das erleben.
00:07:22: Jede Frau erlebt ihre Geburt anders.
00:07:24: Aber ich hab irgendwann festgestellt ... Ich saß oft so auf dem Spielplatz mit Bibi an der Brust und neben mir saß eine andere Mama.
00:07:33: Mich hat es einfach immer sehr interessiert.
00:07:36: Meistens sind wir dann irgendwann im Gespräch auf das Thema Geburten gekommen.
00:07:41: Und ich hab tatsächlich festgestellt... dass ich sehr andere Geschichten höre von den allermeisten Frauen.
00:07:49: Und meistens sehr, sehr schwere Geschichten.
00:07:53: und wenn ich von meinen Geburten erzählt habe dann war das... also war ich immer absolut erfüllt und klar ist eine geburte Riesensache und es ist sehr viel schichtig.
00:08:06: aber ich hab einfach festgestellt, dass es irgendwie scheinbar bin ich einer der wenigen die eine Geburt wirklich erlebt hat als etwas, was mich voll in meine Kraft bringt.
00:08:19: Wo
00:08:19: du deine Kraft auch so deutlich spüren konntest?
00:08:21: Wo du es vielleicht sonst nie so in dieser puren Art und Weise fühlen kannst.
00:08:27: Absolut!
00:08:28: Es war für mich wie ein Katapult oder... Mir fehlen manchmal die richtigen Worte dafür weil das so intensiv wahrgenommen habe Aber auf jeden Fall im Endeffekt sehr positive Erlebnisse für mich.
00:08:43: Sehr bestärkende Erlebnisse und es hat mich dann irgendwann so ein bisschen stutzig gemacht oder ich habe angefangen darüber nachzudenken.
00:08:50: was ist das denn also so und warum erlebe ich das so?
00:08:54: Ich hab auch ganz stark diesen Wunsch entwickelt, dass mir Frauen das so als etwas bestärktes erleben.
00:09:03: Und als etwas was der Körper kann wozu der Körper eine
00:09:06: Lage ist.
00:09:08: Es ist ja auch viel, dass man schon gleich im Vorhinein mit so vielen Dingen oder Entscheidungen konfrontiert ist.
00:09:14: Die haben eher das Gefühl geben du brauchst richtig gute Unterstützung und braucht man auch auf jeden Fall aber eben vielleicht nicht nur im Außen sondern auch im Innen.
00:09:24: Ja
00:09:25: genau und oft wird das Gefühl vermittelt Du kannst es nicht eben.
00:09:31: Du brauchst jemand anderen der dir da irgendwas macht Und du bist irgendwie ausgeliefert.
00:09:38: Erst recht im Geburtsprozess dann auch,
00:09:40: ne?
00:09:40: Genau.
00:09:41: Das ist immer wieder... Ich höre das so oft von Müttern auch, dass sie erzählen und ich hatte es auch ein bisschen in der ersten Geburt.
00:09:48: Dass dann Menschen reinkommen die sagen wir machen das jetzt
00:09:51: so.
00:09:52: Man isst aber da gar nicht!
00:09:54: Es fühlt sich gar nicht stimmig an.
00:09:56: Aber nee du setzt dich jetzt nicht aufrecht sondern legst dich jetzt hin.
00:09:59: Das braucht das Kind.
00:10:01: Es fühlte sich aber gar nicht danach an
00:10:05: wird ganz
00:10:05: oft gestört und aus diesem Prozess rausgekickt.
00:10:09: Ja, vor allem einfach über dich hinweg zu entscheiden... Wir machen das jetzt so.
00:10:14: Man ist ja noch mal eine andere Sache in Vorschlag zu machen aber auch das würde ich immer mit Vorsicht genießen.
00:10:22: Es gibt natürlich Situationen wo es sehr wichtig ist.
00:10:26: Es gibt Notfallsituationen Aber dieses wirklich zu wissen, zu spüren und natürlich auch im besten Falle in dem Umfeld zu sein die dich auch so wahrnehmen.
00:10:38: Die dich auch würdigen Zu wissen ich habe das was ich brauche Was ich und mein Baby brauchen.
00:10:45: wir haben dass
00:10:46: Ja
00:10:46: Das ist in unseren Körpern drin.
00:10:48: Es ist in unserer Genetik drin.
00:10:50: Sonst gäbe es uns Menschen einfach gar nicht.
00:10:52: Das ist evolutionär.
00:10:54: sind Wir dafür dazu In der Lage einen Kind auf die Welt zu bringen?
00:10:57: Und das kind ist auf der lage auf die welt zu kommen.
00:10:59: ja
00:11:01: Wir sind ein Team, ich und mein Kind.
00:11:06: Abgesehen von seltenen Notfällen ist es so, dass das so funktioniert.
00:11:11: Wenn ich weiß, dass ich das kann, dann gehe ich auch anders in diesen Prozess rein als wenn ich schon total verunsichert bin vom Anfang an.
00:11:22: Das ist natürlich ein Riesenfass aufmachen.
00:11:25: Ja, voll!
00:11:25: Das ist total
00:11:26: spannend für mich.
00:11:29: Ich finde es immer wieder ... ich sehe im Moment oft auf Instagram Geschichten von Freigeburten und so.
00:11:36: Und auch Dulas oder Hebammen, die das sagen wie natürlich und ganz normal sein könnte, frei zu gebären.
00:11:46: In meinem Fall wäre das aber wirklich lebensgefährlich
00:11:49: gewesen.
00:11:50: Deswegen finde ich das so spannend, dass du sagst, wir können das alles.
00:11:55: Wir haben das doch... Das ist unsere Natur!
00:11:58: Das war auch mein Gedanke bei der Geburt.
00:11:59: Es ist meine Natur ein Baby auf die Welt zu bringen.
00:12:02: Das ist das Natürlichste auf der ganzen Welt.
00:12:05: Und trotzdem hört man viele Geschichten von anderen Müttern oder anderen Frauen, die geboren haben und wünscht sich dann irgendetwas was ich selber machen wollen würde.
00:12:20: Und manchmal ist das dann aber trotzdem eine Kopfgeburt.
00:12:23: Ja, genau, dass man nur diese Idee hat und an dieser Idee verfällt.
00:12:31: Weil ich wäre total prädestiniert dafür gewesen.
00:12:33: jetzt vor dreizehn Jahren als ich meine Tochter geboren habe wenn da schon auf Instagram oder wo auch immer so viele Geschichten gewesen wären.
00:12:41: Menschen machen das einfach natürlich und es ist doch überhaupt kein Ding.
00:12:45: Es ist das Natürlichste von der Welt, du kannst alleine machen, du brauchst dafür niemanden.
00:12:50: Dann wäre ich glaube ich ziemlich erreichbar dafür
00:12:52: gewesen
00:12:52: und hätte das wahrscheinlich gemacht oder probiert und in meinem Fall aber gar nicht richtig gewesen.
00:12:59: also du hilfst schon auch menschen wirklich in Kontakt zu kommen mit dem Körper, oder?
00:13:04: Genau.
00:13:05: Und raus
00:13:06: aus dem Kopf zu gehen nicht so sagen ich mache jetzt Hypoburthing oder so und dann wird es auf jeden Fall so sondern...
00:13:12: Ja das finde ich genau so schwierig wie zu sagen du brauchst auf jeden fall eine PDA
00:13:19: ja
00:13:20: zu sagen Ich werde es muss auf jedenfall ein Alleingeburt sein zum Beispiel weil ich das bei anderen gesehen habe.
00:13:27: Ich hab nichts gegen Alleingeboten an sich.
00:13:30: Wenn eine Frau das wirklich spürt, dass es das Richtige ist ... Dann soll sie das machen oder kann es wundervoll sein?
00:13:38: Was ich schwierig finde ist, genau wie du es beschrieben hast, wenn es so ne vom eigenen Bauchgefühl abgetrennte Entscheidung isst.
00:13:47: Genau das was du gerade eben gesagt
00:13:48: hast.
00:13:52: Ja,
00:13:52: genau das!
00:13:54: Das ist im Prinzip das wo ich ansetze wo ich mit den Frauen zusammen gucke, wo wir zusammen arbeiten sozusagen.
00:14:04: Wie kannst du dich wieder mit deinem eigenen wirklichen echten Gefühl für dich und deinen Körper verbinden?
00:14:09: Ja.
00:14:11: Würdest
00:14:12: du... Hast du eine Idee oder eine Beschreibung dafür was im Körper passiert wenn ich als Mama, als werdende Mutter überlege, was für ein Gewurt ich machen möchte und so das Gefühl habe, dass ist das, was ich machen will.
00:14:26: Das ist der Ort, wo ich hingehen möchte.
00:14:29: Wie fühlt sich das im Körper an?
00:14:30: Wenn es nicht eine Entscheidung aus dem Kopf heraus ist oder wenn es eine Entscheidung raus ist?
00:14:35: Würdest du sagen, da gibt's einen Unterschied, worauf man achten könnte?
00:14:37: Ja, ich find das schon
00:14:38: ...
00:14:41: Also, ich mein, es nimmt natürlich jede Frau anders wahr.
00:14:44: Ich stecke jetzt nicht in dir drin wie sie es für dich anfühlt.
00:14:46: Ich kann beschreiben, wie sie mich anfühlen und wie ich mir vorstellen kann, dass es wahrscheinlich sein wird.
00:14:53: Ähm... Wenn innerlich ... Bei einer Entscheidung, die ich treffen möchte.
00:14:58: So ein Gefühl von Erleichterung und Ruhe in der Ruhe.
00:15:03: Und wirklich bei sich sein entsteht so einen Gefühl von Ich spüre mich, ich spür mein Körper.
00:15:11: aber nicht ich spüre meinen Körper weil es irgendwie so aufregend und fest und angespannt ist sondern ich spiel meinen Körper weil ich mich entspannen kann.
00:15:23: Weil ich so das Gefühl habe, ich kann mich jetzt hinlegen und hier fühle ich mich wohl.
00:15:30: So würde ich das beschreiben.
00:15:31: Das ist eine Entscheidung die aus dem Vertrauen herauskommt, die mit Vertrauen verbunden entstanden ist.
00:15:39: Ein Gefühl von Weite, von Weichheit.
00:15:43: Man kann natürlich auch manchmal aufgeregt sein bei einer Entscheidung, die stimmig ist Aber das ist dann so eine positive Aufregung und nicht eine Ausregung aus Angst.
00:15:53: Und wenn ich in der Entscheidung aus Angst treffe, dann fühlt sich das, würde ich sagen eher eng und schwer an und steif fest?
00:16:04: Ja, ja kann ich total bestätigen.
00:16:08: Ich hatte tatsächlich diese Entscheidung auf dem Weg zu meiner Geburt weil eigentlich wollte ich ein Hausgeburt machen.
00:16:16: Meine Tochter hat sich nicht umgedreht, war eine Beckenentlage.
00:16:20: Dann hieß es erst wenn sie sich umdreht machen wir das im Geburtshaus und so.
00:16:25: Irgendwann hat mein Partner zu mir gesagt wie fühlt sich das für dich an?
00:16:29: Wenn wir uns doch im Krankenhaus anmelden ist das eine Option die für dich passen würde.
00:16:36: Mein ganzes System, mein ganzer Kopf hat gesagt nein!
00:16:39: Ich will eine Hausgeburt machen, ich will ins Geburtshaus.
00:16:42: Ich will das so natürlich wie möglich und wir haben in Berlin wirklich Glück, dass wir die Havelhöhe haben.
00:16:47: es ist finde ich ein guter Kompromiss zwischen Krankenhaus- und doch nicht
00:16:51: so klinisch was Hebammen geleitet
00:16:54: ist.
00:16:57: Aber in dem Moment obwohl mein Kopf wirklich Schwierigkeiten hatte dieses alte Bild loszulassen aber in dem moment wo ich mir das wirklich vorgestellt habe gemerkt wie ich ausgeatmet hab Es war noch nicht so, dass ich gesagt habe, es fühlt sich gut an.
00:17:11: Einfach nur dieser kleine Moment, wo ich gespürt hab, etwas in mir entspannt sich und mein Nervensystem rutschte einfach ein bisschen weiter runter.
00:17:24: Vielleicht dreht sie sich ja doch noch?
00:17:25: Und vielleicht passiert ja doch irgendwann so ... Ich bin auf jeden Fall in Sicherheit!
00:17:32: Das ist es dann.
00:17:34: Man weiß man vorher nicht, was das für eine Entscheidung ist.
00:17:36: Es kommt vielleicht eine Entscheidung, die man sich nicht vorgestellt hätte wie bei dir jetzt.
00:17:41: Ich finde es super spannend, weil man das auch an der Sprache ganz gut bemerken und feststellen kann.
00:17:48: Du hast gesagt du hattest diese ganzen Gedanken.
00:17:50: ich will doch eigentlich, ich will dass ich will-will-wil?
00:17:53: Ja!
00:17:53: Ich habe vieles in meinen Kopf gesetzt.
00:17:57: Und es kommt aus dem Verstand.
00:18:01: Im Gegensatz zu, ich fühle ... Ich fühle in meinem Körper.
00:18:06: Dass das scheinbar gerade gut ist für mich.
00:18:10: Da setze ich im Prinzip auch immer mit meiner Arbeit an.
00:18:12: Weil ich sehr körperorientiert bin als Atem-Sprecherin.
00:18:17: Das ist eine sehr ganzheitliche Arbeitsform und da geht es immer darum, ganz fein zu spüren im Körper was ist denn eigentlich das?
00:18:25: Wo steckt denn die Natur im Prinzip?
00:18:27: Ja, wie schön!
00:18:29: Ja, und die Natur ist ja auch immer dann ein Zwischenspiel mit dir.
00:18:32: Mit dem Baby was auf die Welt kommt
00:18:34: und
00:18:34: all dem was da zusammenkommt in euren beiden Geschichten.
00:18:38: Ich kann das ja nicht für mein Baby entscheiden.
00:18:41: Genau im Endeffekt muss das Baby auf die welt kommen.
00:18:46: Das bringt auch nur seine eigenen Sachen mit.
00:18:51: Deshalb ist es immer, ich liebe das so, als Tanz zu beschreiben.
00:18:56: Die Geburt ist ein Tanz zwischen der Mama und dem Baby.
00:19:00: Es ist auch ein schöner Gedanke, zu wissen ... Ich muss da nicht alleine durch, sondern wir sind ein Team für beide!
00:19:08: Manchmal
00:19:09: kommt's drauf an, die Führung zu übernehmen oder loszulassen.
00:19:15: Das ist deine Geschichte?
00:19:17: Zeig mir doch mal was du da grade ... was jetzt gerade wichtig ist für dich.
00:19:21: Ja,
00:19:22: also da hatte ich auch so ein spannendes Erlebnis dazu mit meinem fünften Kind und das ist... Also ich finde es so spannend weil ich ja jetzt dieses Glück hatte dass sich so viele Kinder auf die Welt gebracht habe und ich muss sagen nach meinem vierten kind muss ich zugeben dass ich so ein bisschen arrogant war Ein bisschen überheblich, weil ich so ... das war eine Geburt die so im Fluss war.
00:19:54: Die vierte?
00:19:55: Das vierte
00:19:55: Kind genau und es war absolut ne Bilderbuchgeburt.
00:20:01: So harmonisch!
00:20:03: Es ist alles geflossen und ich hatte so viel flutscht aus mir auch.
00:20:07: Wie cool!
00:20:07: Das war das Zuhause
00:20:10: oder?
00:20:10: Ja, das war zu Hause und im Pool.
00:20:13: Die anderen waren auch alle Wassergeboten.
00:20:16: Aber das ist ... Nee, das stimmt nicht meine Erste.
00:20:18: Am Ende keine Wassergebot.
00:20:20: Es war irgendwie so ein bisschen anders als bei den Anderen.
00:20:23: Ich war absolut in dieser Hingabe aber es hatte auch was mit unserer Verbindung zu tun.
00:20:29: Dieses Kind hat es so mitgebracht.
00:20:32: Und ich hatte natürlich trotzdem Intensive Momente, die es bei der Geburt immer gibt, finde ich.
00:20:37: Aber die waren für mich in dem Fall nicht körperlich.
00:20:41: Ich bin nicht an diese wahnsinnige Schmerzgrenze herangekommen.
00:20:43: Es war eher ... Okay, ich spüre hier Druck!
00:20:47: Das waren wirklich Nichtschmerzen.
00:20:48: Ich habe das nicht als Schmerzen verbucht.
00:20:52: Aber ich hatte's dafür im Kopf.
00:20:54: Also ich hab dann gemerkt, okay ist... dieses Gefühl, was ich sonst davor ermerkante von so ... Oh, das ist jetzt nicht.
00:21:01: Jetzt komme ich an so einen Moment und halte es nicht mehr aus!
00:21:04: Und jetzt noch mehr.
00:21:07: Ja ja, und dann
00:21:08: kommt ... Es geht gar, es geht
00:21:09: einfach nicht noch mehr?
00:21:11: Genau.
00:21:11: Dann kommt irgendwie durch so ein Wunder das Kind zur Welt oder kann natürlich auch mal wie bei dir jetzt, bei der ersten Geburt sein dass es noch irgendwie schwierig wird oder so.
00:21:22: Aber Bei dieser Geburt war das eine mentale Sache.
00:21:27: Da habe ich gemerkt, es ist so, ich muss mich entscheiden und stehe auf Messers Schneide.
00:21:33: Es fühlt sich an als würde ich mich auflösen!
00:21:36: So hatte ich das Gefühl ...
00:21:38: Ich verliere
00:21:38: mich total, ich hatte keinen Halten mehr innerlich irgendwie.
00:21:41: Das
00:21:42: war ganz kurz bevor sie auf die Welt kamen.
00:21:44: Dann hatte ich den Gefühl, das ist ein Gefühl, dass macht mir Angst.
00:21:48: Ja.
00:21:48: Und ich könnte jetzt, ich stehe hier oben und ich könnte mich jetzt entscheiden, okay lass mich jetzt total in diese Panik reinfallen die da jetzt gerade so anfängt auf zu wachen raus hochzukommen.
00:21:58: oder Ich weiß genau weil ich das ja jetzt weiß aus den anderen Geburten Das ist jetzt dieser Moment des Kontrollverlustes und der Hingabe.
00:22:08: anders ausgedrückt Okay!
00:22:12: Ich lasse mich da reinfallen.
00:22:13: Ich vertraue weil ich genau weiß dass dieser Zustand hier Den braucht es und der bringt mein Kind auf die Welt.
00:22:20: Das ist das erste Loslassen?
00:22:22: Ja, genau!
00:22:23: Das ist dieses Erste-Los-Lassen.
00:22:25: Und weil Mama sein immer loslassen bedeutet, immer das ganze Leben lang und beginnt mit der Geburt.
00:22:32: Es ist das krasseste Loslassen
00:22:33: erst mal.
00:22:34: Das erste
00:22:34: krasses Loslassen aus dem
00:22:36: Körper hinauslassen.
00:22:39: Das war auch für mich so ein spannender Moment.
00:22:42: Ich habe das richtig so gefühlt... Entweder ich entscheide, mich da reinzufallen oder ich vertraue.
00:22:48: Ich muss nicht da reinfallen lassen!
00:22:51: Ganz bewusst.
00:22:51: und es war wie in so einem Gebet dann.
00:22:53: Also ich hab dann einfach innerlich die ganze Zeit gedacht... Danke, danke.
00:22:57: dass das jetzt passiert ist genau richtig so.
00:23:00: Ich habe das innerlich vor mich hingesprochen.
00:23:02: Die ganze Jahr, danke, danke.
00:23:03: Es ist gut so.
00:23:05: Danke, Danke.
00:23:08: Wie kraftvoll?
00:23:09: Ja, genau.
00:23:11: Und dann ist sie zack.
00:23:13: war sie da irgendwie so flutsch, eher flutscht als Zack.
00:23:20: Ja genau jetzt habe ich da ein bisschen ausgeholt.
00:23:22: eigentlich wollte ich erzählen dass es genau das ist eben dadurch dass diese Geburt einfach so wundervoll war für mich und ich hab dann sofort danach an dem tag gedacht das will ich noch mal.
00:23:38: okay Nikola jetzt bist du ein bisschen verrückt geworden.
00:23:40: das war schon die vierte
00:23:43: ja und da war ich dann.
00:23:44: danach habe ich dann gedacht Okay, jetzt habe ich das mal einmal erlebt.
00:23:48: Tatsächlich habt ihr es davor schon mal von einer Freundin gehört und dachte so wie kann das sein?
00:23:51: Eine Geburt die dich so von Schmerzen bestimmt ist.
00:23:55: Also eine schmerzfrei geboren.
00:23:56: Es
00:23:56: gibt ja sogar tatsächlich Menschen die sagen Geburt ist vergleichbar mit einem Orgasmus.
00:24:01: Ja genau!
00:24:02: Das hab' ich so nicht erlebt aber ich kann's mir vorstellen.
00:24:05: tatsächlich
00:24:07: Das ist der krasseste Höhepunkt, den man sich vorstellen kann.
00:24:12: Körperlicher Höhelpunkt.
00:24:13: Diese Spitze, die du gerade beschreibst.
00:24:16: Wo
00:24:16: das
00:24:17: so
00:24:17: darauf ankommt, sich drauf einzulassen und sich in diesen Moment hineinzuvertrauen auch wenn da so viel Angst
00:24:24: ist?
00:24:25: Im Endeffekt ist es so.
00:24:26: Es ist wie bei einem Orgasmus im Endeffekten.
00:24:29: Dieses okay ich vertraue dem jetzt... Ich überlasse
00:24:33: meinem Körper die volle
00:24:35: Kontrolle.
00:24:36: Ja, das stimmt.
00:24:39: Aber für mich war es so ... Irgendwann hab ich gedacht, jetzt weiß ich wie's geht!
00:24:46: Ich wills noch mal.
00:24:49: Dann bringe ich das in anderen Frauen bei.
00:24:52: Und dann zum Glück hat mir das Leben noch ein Kind geschenkt, dass ich auch auf die Welt bringen durfte und da habe ich meine Arroganz verloren.
00:25:05: Das war nicht annähernd, ökastisch.
00:25:09: Auch nicht schmerzfrei!
00:25:13: Ja aber es war auch eine wunderschöne Geburt und das war ganz lange nicht mit Schmerzen verbunden.
00:25:19: Und hat dieses Gefühl von Genuss was ich schon bei der vierten Geburt hatte, das hatte ich da ganz lange auch.
00:25:24: Aber zum Schluss eben nicht mehr.
00:25:26: also da war ich wie so ein
00:25:29: Wild
00:25:29: gewordenes Tier unterwegs Und das war nicht okay, weißt du?
00:25:34: Ich lass die einfach so in die Welt.
00:25:36: Sondern ich musste den richtig rausballern!
00:25:40: Und es ist auch ... Es gibt so viele Dinge, die in dieser Geburtsvorbereitung dokumentisiert werden leider.
00:25:50: Ja,
00:25:51: ja, ja.
00:25:53: Auch dieses Ja und das Stimmter Körper macht das.
00:25:57: Eigentlich müssen wir nicht pressen und es ist super wichtig da aufzuklären, im Vergleich zu wie es früher war.
00:26:04: Dass es früher beigebracht wurde und immer noch manchmal beigebracht wird.
00:26:08: Dass man sich auf den Rücken
00:26:09: legen muss und pressen
00:26:10: und Luft anhalten und so... dass wir eigentlich genau das Gegenteil brauchen.
00:26:14: Dass wir mit der Schwerkraft arbeiten dürfen und atmen und das Kind rauskommt.
00:26:19: Die Gebärmutter bringt das tatsächlich alleine auf die Welt!
00:26:22: Aber jede Geburt ist anders, jedes Kind ist anders.
00:26:25: Jedes Situation, jedes Umfeld ist anders... Jedes Mal ist die Mama eine andere!
00:26:30: Ja natürlich und gerade ich finde es total schön wie du diesen Unterschied beschreibst weil bei deinem fünften kind wäre es überhaupt nicht dran gewesen zu sagen Ich lass mich jetzt drauf ein.
00:26:39: so da war Kraft, die du da rein investiert hast.
00:26:42: So wichtig dafür!
00:26:44: Am Anfang
00:26:45: war das so... Wenn ich im
00:26:46: Konzept-Folge dann sage in einem Moment wo so viel Kraft kommt, atme nicht drauf einlassen.
00:26:54: Lass es vorbei ziehen.
00:26:57: What?
00:26:57: Und dann spürst du so dieses totale Bedürfnis einfach mitzuschieben.
00:27:02: und wenn jemand sagt, nicht schieben ist... Was mache ich denn jetzt damit mit dieser
00:27:07: Kraft?!
00:27:10: Das ist
00:27:11: echt.
00:27:12: Ich hab das wirklich bei dieser Geburt, hatte ich das Gefühl ... Ja, dieses Kind braucht es auch!
00:27:16: Also ich muss denen so ein bisschen überreden jetzt aber wir beide machen das jetzt zusammen und du kommst jetzt hier raus.
00:27:22: Ja
00:27:23: ja voll.
00:27:24: Und interessanterweise, ich glaube das wollte ich Freunde eigentlich erzählen war das auch so.
00:27:29: also wir hatten drüber gesprochen dass die Kinder uns auch manchmal zeigen was was jetzt gerade dran ist bei der Geburt.
00:27:36: Und bei ihm war das eben interessanterweise so, dass ... also eine Phase davor in dieser Geburt.
00:27:41: Das war jetzt diese ganz abschließende Phase von der ich gesprochen hab, dass ich ihn so rausbefördern musste.
00:27:48: Davor war das alles sehr entspannt eigentlich.
00:27:50: und dann gab's auch so einen Moment wo es war wie ich würde es beschreiben als er hat noch mal ein Neuanlauf genommen oder so?
00:28:01: Ich hab eigentlich gedacht, jetzt sind es noch so ein paar Wehen und dann kommt er auf die Welt.
00:28:05: Und dann hatte ich auch einmal keine Wehen mehr ... Ganz lange nicht!
00:28:13: Also richtig lange erst mal über eine Stunde.
00:28:15: Kam einfach gar nichts
00:28:16: mehr?
00:28:17: Ja, genau.
00:28:18: Obwohl er schon ganz
00:28:19: im Geburtskammer war?
00:28:20: Es war eigentlich schon bereit geboren zu werden das Kind.
00:28:24: Wie bist du damit umgegangen?
00:28:26: Das war eben auch wieder das Wichtige in Verbindung zu sein.
00:28:30: Mir ging es total gut, meine Hebamme, die ich absolut vertraue, die waren da und dann haben wir geguckt wie geht's mit meinem Kind?
00:28:43: Wie gehts mir?
00:28:44: Uns geht's beiden gut?
00:28:45: Okay, wir entspannen uns!
00:28:47: Wir haben Zeit.
00:28:49: Und ich sag dir, in einem Krankenhaus, wo nicht so viel Zeit gewesen wäre oder auch im Krankenhaus.
00:28:57: Ich will den ja gar nicht immer sagen sie machen das schlecht oder so oder pushen oder so weiter.
00:29:01: aber ganz oft ist es ja so
00:29:03: dass
00:29:03: das dann hier geht's nicht weiter und es ist mit nem Geburtskanal na los na los
00:29:07: und
00:29:07: da kriegt man nachher noch wehen.
00:29:09: fördere Mitteln wie ein förderende Mittel damit es halt weitergeht.
00:29:14: dabei hat es das gar nicht gebraucht.
00:29:15: Gar nicht!
00:29:16: Da braucht er einfach nur mal eine Pause irgendwie und hat tatsächlich irgendwie neu nochmal Anlauf genommen.
00:29:21: Das war super spannend!
00:29:23: Ich finde es total spannend, weil ich das
00:29:25: lustigerweise
00:29:25: für alle mir jetzt gerade erinnerlich drei Geschichten von Jungs ein, wo das auch so war.
00:29:31: Interessant ja... Jetzt sind wir doch so tief in das Thema Geburten eingetauselt.
00:29:37: Ja aber es ist ja auch so spannend.
00:29:39: Es kann natürlich sein dass diese Geschichten natürlich auch ganz viel mit unseren Zuhörerinnen machen.
00:29:47: Wenn jede Frau, also mir geht es zumindest so wenn ich Geschichten über Geburten höre dass das mich sofort auch bewegt und dass ich auch das Gefühl habe oder das Vergleiche mit meiner eigenen Geburt.
00:30:01: Jede Geburt ist so unterschiedlich und jede Geburt genau richtig wie sie ist.
00:30:10: Wenn ich dich schon hier habe, möchte ich gerne diese Kraft eintauchen.
00:30:15: Wir haben das im Vorgespräch darüber gesprochen,
00:30:18: dass so ...
00:30:20: Diese weibliche Kraft, die wir mitbringen und von der wir so viel sprechen immer in allen möglichen Weiblichkeits-Seminare findet eine Kraft.
00:30:28: Da kannst du sie entfalten oder wiederwecken.
00:30:33: Und dieser Moment, wo unsere weiblichen Kraft richtig ... voll durchkommt oder durchkommen kann, ist eben die Geburt.
00:30:42: Und in dem Moment was wir jetzt sofort spontan auch einfällt später wenn wir Mama sind sobald unseren Kindern irgendwas passiert oder sobaldi irgendwie in Gefahr sind brauchst du überhaupt nicht darüber nachzudenken was du tust und was nicht.
00:30:56: dann hast du diese Power so am Start und schlägst alle weg die irgendwie im Weg sind.
00:31:03: Wenn du verbunden bist aber wenn es wirklich um das Leben deines Kindes geht Das ist ja so vorkammer, sowas von auf der Stelle.
00:31:12: Da fragst du dich nicht mehr was kann man machen?
00:31:14: oder was ist hier angesagt?
00:31:16: Und das ist bei der Geburt ganz oft auch der Punkt irgendwann wo alles übernimmt wenn ich irgendwie die Möglichkeit
00:31:23: habe dazu und den Raum.
00:31:26: Wenn der Raum genau das ist eben das was mir immer so wichtig ist also dass die Frauen auch deshalb eben auch eine angebundene Entscheidung treffen für sich Wer darf denn dabei sein bei der Geburt?
00:31:39: Wo bin ich?
00:31:40: Bin nicht in einem Rahmen, wo ich wirklich ... In meiner Weiblichkeit gewürdigt bin.
00:31:45: Wo ich gesehen werde.
00:31:47: Und wo ich jederzeit sagen kann, wenn ich es auch doch anders will und nicht drüber nachdenken muss, ob ich dann mit jemandem auf die Füße
00:31:53: trete oder ob das jetzt gerade möglich ist.
00:31:56: Oder hab' ich's dann nicht geschafft?
00:32:00: Ja
00:32:00: voll!
00:32:02: Ich find das total spannend weil eine Geburt macht ja so unfassbar viel auch mit uns als Frau.
00:32:09: Wir bringen ein ganzes Leben auf die Welt, das verändert sowieso schon unser Leben weil mit diesem Menschen sind wir so eng verbunden.
00:32:17: aber... Auch wir als Frau werden doch in jeder Geburt immer wieder neu geboren erst recht in der ersten Geburt, die wir erleben.
00:32:26: Wie würdest du das beschreiben?
00:32:28: Wie war es bei dir, als du das erste mal geboren hast und so dieses Mama sein, für dich ja
00:32:34: auch geboren
00:32:35: hast.
00:32:36: Diese neue ... Mama zu sein ist einerseits eine Rolle von uns.
00:32:40: Wir sind dann nicht nur Mama so plötzlich.
00:32:43: Aber es ist trotzdem was, was uns so grundlegend verändert und was ja jetzt sogar schon nachgewiesen oder nachgewiesener Maßen so ist, dass das ganze Gehirn sich neu verschaltet und wir wie in der Pubertät jemand Neues
00:32:59: werden wenn
00:32:59: wir geboren haben erst recht beim ersten Kind.
00:33:03: Und auch bei jedem Kind wieder neu.
00:33:06: Aber klar, das ist natürlich die größte Veränderung.
00:33:10: Wie war es für
00:33:10: dich?
00:33:13: Ich habe dazu zwei Dinge.
00:33:17: Ich erzähle erst das eine.
00:33:19: Also was eigentlich chronologisch später kommt aber trotzdem weil mir das jetzt gerade so als Erstes kam.
00:33:28: Als mein erstes Kind meine Tochter auf der Welt war... die ersten nach vier Stunden so und wir dann nach Hause gegangen sind mit diesem kleinen Würmchen aufmachen.
00:33:39: Ich kann mich noch so erinnern, also bei uns war das so dass wir im Geburtshaus waren und wir waren so nah am Geburthaus, dass wir nachhause laufen konnten Und eine Heberma hat uns noch nach hause begleitet, netterweise um die Treppen hoch zu helfen.
00:33:53: Und der Papa hatte das kleine Würbchen.
00:33:57: Das ist ja auch so unglaublich einfach!
00:34:00: Auf einmal ist dieses Kind
00:34:01: da.
00:34:02: Also davor war man einfach ein Mensch alleine oder halt zu zweit vielleicht, wenn man in Beziehung ist.
00:34:10: Und dann hat man auf einmal so einen Menschen irgendwie ... Dann kann
00:34:13: man das Menschenwesen plötzlich
00:34:15: sehen?
00:34:15: Ja!
00:34:16: Da ist er ja schon vorher da.
00:34:17: aber es ist so... Auf einmal hat man den auf dem Arm
00:34:19: und ... Das fand ich auch so irre.
00:34:21: So wirklich dieses Baby anzuschauen, du warst die ganze Zeit eben mir.
00:34:26: Du hast dich da bewegt.
00:34:27: So siehst du
00:34:31: also aus.
00:34:31: Und was sich schlagartig mit dieser Sekunde verändert, wenn das Baby da ist.
00:34:36: Ist dass ich ab sofort immer verantwortlich bin.
00:34:41: Es ist eigentlich ja im Bauch auch schon aber... Der Winter
00:34:43: ist es einfach da!
00:34:44: Da brauchst
00:34:45: du nicht irgendwie Bindeln wechseln oder Trösten
00:34:48: oder
00:34:50: Essen
00:34:50: machen und stillen.
00:34:52: Du kümmerst dich höchstens bestensfalls gut um dich selbst in deinem eigenen Körper und dann ist es mit versorgt.
00:34:57: Aber jetzt musst du das Kind versorgen Und du bist auf einmal, vierundzwanzig sieben die ganze Zeit ohne dass du es jemals abschalten kannst.
00:35:06: Zuständig für dieses kleine Lesen und das ist finde ich ein Wahnsinn!
00:35:11: Ein Wahnsinn einfach!
00:35:15: Ich konnte mir es davor nicht vorstellen, wie das ist.
00:35:17: Das kann man auch niemandem beschreiben, finde ich.
00:35:20: Nein!
00:35:21: Weil das so viele Gefühle mit sich bringt.
00:35:24: Gefühlen der absoluten überquillenden, überströmenden Liebe, die man einfach auch nicht beschreiben kann, finde ik und auch aber immer am Rande der Überforderung eigentlich?
00:35:37: Ja,
00:35:38: und auch eine ganze Menge Angst
00:35:40: vor dieser
00:35:40: riesigen Verantwortung.
00:35:41: Also ich habe das vorher gar nicht so ... mir vorstellen können, dass das eigentlich bedeutet.
00:35:46: Ich dachte mal, es ist doch selbstverständlich dann so.
00:35:49: Aber diese Konsequenz wirklich jedes Mal wenn das Baby schreit auch wach zu werden und zu überlegen was muss ich denn jetzt machen?
00:35:58: Was kann ich denn tun?
00:36:01: Egal ob du das willst oder nicht, egal ob du gerade kannst.
00:36:04: Egal,
00:36:04: ob du noch kannst ...
00:36:06: Genau!
00:36:08: Ich kann nicht mehr in der ersten Babyzeit ... Das hat einfach gar keine Relevanz.
00:36:14: Du merkst mir wieder so...
00:36:16: Ich kann nichts mehr heißt, aha da gibt's aber noch was.
00:36:20: Und ich kann jetzt wirklich nie mehr, aha, da gibt es noch mehr.
00:36:24: Mir fällt ja so ein schlimmer Moment an mit einem meiner Kinder.
00:36:29: Da war er aber schon drei Mischte bestimmt.
00:36:31: Dann waren wir draußen und er wollte irgendwas, dass ich ihn schiebe mit dem Laufrad oder so.
00:36:36: Und dann habe ich gesagt, es tut mir leid, ich kann jetzt einfach nicht mehr!
00:36:39: Und dann stellte sie sich vor mich hin und guck mich an und sagt, nein Mama du kannst...
00:36:51: Ich kenne mich auch in einem Moment mit meinem Sohn, dass
00:36:55: er so
00:36:56: aussieht.
00:36:57: Da war es auch morgens und ich hatte wenig geschlafen.
00:37:01: Dann habe ich ihm was zum Frühstücken gemacht.
00:37:03: Er wollte aber etwas anderes haben ... Und ich hab dann gesagt, mein Schatz nie!
00:37:09: Es reicht jetzt, ich kann nicht mehr.
00:37:12: Du hast was zu essen und das ist lecker und das mit Liebe gemacht, das
00:37:15: reicht.".
00:37:16: Und da hat eine Weile gedauert, hat er gar nichts gesagt.
00:37:21: Aber Mama, du bist doch meine Superhelden.
00:37:31: Das ist irgendwie so ... Ja!
00:37:34: Irgendwie geht es immer noch.
00:37:36: Ich will
00:37:36: halt nicht.
00:37:37: Nein, das ist vielleicht
00:37:38: auch ganz gut manchmal.
00:37:40: Auch mal zu zeigen okay... Du siehst mich zwar als Superheldin aber
00:37:45: fühle ich
00:37:45: gerade nicht so.
00:37:47: Und die Superhelde hat irgendwo auch Grenzen?
00:37:50: Mega
00:37:52: wichtig.
00:37:54: Ja, genau.
00:37:55: Aber noch mal zu diesem Mama-Werden, als wir dann nach Hause gelaufen sind und auf dem Weg auf der Treppe ... Und alles was ich gerade beschrieben habe, worüber wir grade gesprochen haben wie sich das anfühlt, Mama zu sein.
00:38:08: Dann kam ja auf einmal meine eigene Mama in den Sinn.
00:38:14: Ich kriege auch jetzt schon wieder so Gänsehaut, wenn ich daran denke, ich hab so gespürt.
00:38:18: Jetzt
00:38:19: kann ich dich verstehen, Mama!
00:38:21: Mit diesem Järmchen hier... Und jetzt bin ich auch eine Mama auf einmal.
00:38:25: Auf einmal habe ich mich so mit meiner eigenen Mama so anders verbunden gefühlt als jemals zuvor.
00:38:33: Ja,
00:38:33: relativiert es sich auch so viel, dass man vielleicht gedacht hat was sie irgendwie alles nicht gemacht hat oder sowas.
00:38:43: Das hast du gemacht!
00:38:45: Genau und das war für mich ein total schöner Moment sich immer das mal wieder ins Bewusstsein zu rufen.
00:38:54: Ich finde auch ein Gefühl für mich jedenfalls, was ich oft, was immer mal wieder präsent ist als Mama, so ein Gefühl von Alleinsein.
00:39:01: Voll!
00:39:02: Also einmal einerseits overtouched also zu viele Leute um einen herum und gleichzeitig aber fühle ich mich irgendwo allein weil uns der Tribe fehlt ja unsere unser Dorf fehlt uns Ja.
00:39:16: Und dann
00:39:17: auch der wirkliche Austausch von Herz zu Herz
00:39:21: Genau.
00:39:22: So die
00:39:22: Zeit für diesen Austausch,
00:39:24: auch manchmal
00:39:25: braucht es dafür gar nicht viele Worte aber dass man wirklich weiß hier ist jemand der mich sieht
00:39:30: und der
00:39:31: sieht ich bin gerade nur mit Kindern beschäftigt Tag und Nacht Und komme gar nicht so in meinen ganzen Spektrum rein
00:39:43: Was immer als so viel wertvoller gesehen wird in unserer Gesellschaft.
00:39:46: Wenn wir irgendwie irgendwas Kreatives erschaffen, was toll ist dabei haben wir diese Kinder erschaffen.
00:39:53: Also wenn wir das nicht tun würden würde es uns Menschen bald nicht mehr geben.
00:39:57: Deshalb ist es das Wichtigste oder das heißt das Wichtigste?
00:40:00: Es ist unglaublich wertvoll!
00:40:02: Ja
00:40:03: und dann haben wir aber so schnell immer wieder diesen Druck dass wir von uns selbst erwarten.
00:40:07: ich habe ein Kind geboren Ich muss ganz schnell wieder in den Alltag zurückkommen.
00:40:14: Man darf mir meine Kinder nicht ansehen, ich darf aber auch nicht zu sehr in meinen Beruf reingehen und nach drei Monaten mein Kind schon abgeben.
00:40:23: Es ist ja beides!
00:40:25: In dem Moment wo wir Mutter werden sind plötzlich so viele Erwartungen die da auf uns lasten, denen wir allen überhaupt nicht gleichzeitig entsprechen können.
00:40:34: Geht eigentlich?
00:40:35: Auf keinen Fall.
00:40:36: Aber die Wertschätzung,
00:40:38: die
00:40:38: Ehrung dafür Verdammt noch mal neues Leben auf die Welt bringen, was ohne uns nicht möglich wäre.
00:40:44: Bleibt dabei doch eher auf der Strecke.
00:40:46: Und dann uns auch in großen Teilen im allergrößten Teil alleine darum kümmern meistens.
00:40:52: Also früher hatten wir Omas tanten Schwestern, die präsent waren und ich glaube die wenigsten in unserer Gesellschaft haben das heute noch, weil wir uns irgendwie daraus entwickelt haben... Weil wir es alleine
00:41:04: schaffen müssen!
00:41:06: Wahrscheinlich und ich würde jetzt nicht nur sagen, dass es nur schlecht ist.
00:41:09: Weil man entwickelt also die Menschheit entwickelt sich weiter und Es wird irgendwas neues entstehen daraus.
00:41:16: Ich will jetzt nicht immer nur sagen zurück wieder zu dem alten aber wir dürfen wirklich uns das bewusst machen Dass es so eigentlich nicht gedacht ist von der natur dass wir alleine mit einem kind oder mit mehreren Kindern In einem Zuhause sind wo wir als einzige Erwachsene oft den ganzen tag uns um diese Kinder kümmern.
00:41:34: Weil eigentlich brauchen wir als Erwachsene auch jemand Anderen Erwachsenen, weil ... Also unser Wir korrigulieren unsere Kinder mit unserem Nervensystem aber wer korreguliert uns?
00:41:45: Ja
00:41:45: voll!
00:41:45: Das wäre eigentlich ein anderes und anderer Erwaxer-Person.
00:41:48: Und nicht alle haben einen Partner an der Seite, der das wirklich auch kann.
00:41:51: Ja
00:41:52: oder oft sind die ja dann möglich da, also oft sind sie ja arbeiten oder unterwegs.
00:41:57: Ich finde es gar nicht so leicht, weil man.
00:41:59: natürlich wünschen wir uns als Frau dass der Papa voll dabei ist und das er uns unterstützt.
00:42:04: Das tut er wahrscheinlich auch, wenn wir Glück haben oder ... Was ist so belötene?
00:42:09: Eigentlich sollte es selbstverständlich sein,
00:42:11: dass der Vater
00:42:13: auch Vater geworden ist und dass er auch so viel investiert wie er irgendwie kann.
00:42:19: Und gleichzeitig sind wir aber in der Zeit, in der wir jetzt noch sind.
00:42:22: Gleichzeitig sind wir vielleicht eine junge Familie die plötzlich Familie wird irgendwie überleben muss.
00:42:31: Und ich will, als Mama kurz nachdem ich geboren hab nicht sofort wieder raus und arbeiten.
00:42:37: Dass wir eben auch Essen kaufen können
00:42:40: so.
00:42:41: Wenn das mein Partner übernimmt, dann bin ich dankbar dafür dass er das übernimmt.
00:42:47: Natürlich will ich aber auch, wenn er nach Hause kommt, dass er mich entlastet und meine ganze Arbeit gesehen wird.
00:42:54: Weil es ist Arbeit!
00:42:55: Die krasseste Arbeit die wir überhaupt machen können.
00:42:58: Also mitten in der Nacht mehrmals aufzustehen, um Kinder zu trüsten und zu versorgen.
00:43:05: Und gerade wenn es dann mehrere Kinder sind ... Es ist einfach unmenschlich!
00:43:09: Ich sehe das immer mal wieder beim Herzblut-Mama Retreat.
00:43:11: Wenn Mama's kommen die das erste Mal woanders schlafen und plötzlich ein Bett für sich alleine haben.
00:43:19: Also,
00:43:20: das ist auch noch ein
00:43:21: Punkt
00:43:21: im Herzpunkt.
00:43:22: Das war
00:43:23: wirklich gut.
00:43:23: schläf!
00:43:24: Entweder du schläftst, fällst in so einen tiefen Schlaf wie so ein Stein wie bei mir... Ich hab einfach so tief geschlafen oder du bist, weil es so neu und anders ist, findest gar nicht richtig den Schlaf.
00:43:37: Das kann auch sein.
00:43:38: Ja
00:43:38: genau aber ich habe das ganz oft, dass Mama am nächsten Morgen sagen, boah
00:43:43: ich war,
00:43:44: ich hab geschlafend Es gibt kein Kind an mir, und es hat mich niemand geweckt.
00:43:50: Da sieht man mal ... Das sind Kinder, die haben pubertierende
00:43:54: Kinder.
00:43:55: Und manchmal auch noch kleine Kinder
00:43:57: zusätzlich.
00:43:59: Was für ein langer Zeitstrahl das eigentlich ist, wo wir als Mama mit unserem Körper so sehr bedingungslos für unsere Kinder da sind?
00:44:10: Ja.
00:44:11: Also, da dürfen die Papas immer noch mehr rein.
00:44:14: So, wo du das sagst.
00:44:15: Wir brauchen diesen Austausch und es geht nicht nur darum, dass der Vater mich ablöst mit den Kindern sondern auch in einem Moment, wo wir die Kinder im Bett haben oder so.
00:44:26: Man kommt und sagt, wie geht's dir eigentlich?
00:44:28: Was machst du gerade?
00:44:29: Ja genau.
00:44:31: Danke!
00:44:32: Danke, dass du das machst.
00:44:34: Ja gesehen zu werden.
00:44:36: Und deshalb ist das Herzblut Mama Retreat auch so wertvoll und schön.
00:44:41: also ich habe das ja erlebt letztes Jahr November Und es ist halt nicht einfach nur ein Retreat, wo du zur Erholung hingehst.
00:44:50: Sondern du wirst ja da ... Es geht ja auch um uns Mamas und wie's uns gerade geht mit dem Alldem dazu sein.
00:44:59: Mit all den Fragen oder unsicherheiten?
00:45:02: Ja genau!
00:45:03: Und mit allem was wir auch erlebt haben.
00:45:05: Ja, dem ganzen Gepäck.
00:45:07: Da dafür Raum zu bekommen.
00:45:09: Und zu sehen, auch noch mal zu diesem Thema das Gefühl von oft alleine zu sein, da zu sehen.
00:45:16: okay hier sind die anderen Mamas.
00:45:18: Die haben ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht.
00:45:20: Die stecken vielleicht mit ihrem Mädchen gerade in der ähnlichen Phase dass sich das gerade weiterentwickelt, dass irgendwann demnächst die Periode die erste Minache bevorsteht und wir haben aber unsere eigenes Gepäck.
00:45:34: wie war es bei uns damals?
00:45:37: Wie sind wir von unseren Müttern begleitet oder auch nicht begleitet worden
00:45:40: Und das haben wir viel Verhältnis dazu zu
00:45:43: unserem Zyklus.
00:45:45: Das ist so schön, dass du dieses Herzburg-Mama-Recheat machst, wo alles da sein darf und auch mit diesen totalen... Ich bin Mama auch so voll da sein dürfen, weil es gibt ja auch mal Retreats.
00:45:59: Da sind dann andere dabei die keine Mama sind, dann haben sie vielleicht nicht so viel Lust über diese Mamathemen zu sprechen
00:46:04: oder Frauen, die gerne Mama sein würden aber das hat noch nicht geklappt.
00:46:08: Oder den willst du dann auch nicht die ganze Geschichte von der Geburt erzählen, weil's vielleicht auch jemanden verschrecken könnte?
00:46:16: Das macht schon ganz viel aus.
00:46:17: Das ist ein Raum, wo Mama es sich begegnen kann und auch ohne Worte sich verstehen.
00:46:24: Man muss
00:46:25: gar nicht alles auspacken, was man jemals erlebt hat.
00:46:27: Sondern man sieht in der anderen ...
00:46:30: Du hast das auch geschafft?
00:46:32: Und wie gehst du damit um?
00:46:34: Man hält sich an den Händen und merkt, ich bin da wirklich nicht alleine.
00:46:38: Und gerade in dieser nächsten Geburt irgendwie, man täte es ja auch eine Art oder eine Form von Geburt.
00:46:44: Mein Mama-Sein verändert sich noch mal ganz doll aber mein Kind verändert sich in erster Linie und das muss ich ja wieder loslassen.
00:46:52: also
00:46:52: Ich muss auf dass kleine Mädchen los lassen was mir immer sagt wie lieb es mich hat
00:46:58: Was mir
00:46:58: immer wieder sagt oh ist es schön
00:47:00: dass du meine Mama bist?
00:47:01: Ja genau.
00:47:02: Also auch diese Bestätigung von meinem kleinen Mädchen muss ich loslassen.
00:47:07: Das Kind, das uns als Superwoman sieht.
00:47:10: Genau wie du es vorhin gesagt hast auch wenn's bei deinem Sohn war aber trotzdem... Es
00:47:13: sind Ähnliches.
00:47:14: Bei den
00:47:14: Mädchen ist es ja auch so.
00:47:15: Ja voll
00:47:17: und das loslassen aber eben auch all meine Vorstellungen wie mein Kind irgendwann sein wird was es für Interessen haben wird Was es für ein Weg machen wird Wie cool es sein
00:47:25: wird.
00:47:27: Muss ich loslassen?
00:47:29: Auf diesem Weg wo sich selbst findet muss
00:47:31: ich das los
00:47:32: lassen.
00:47:32: Und das macht halt unterschiedlich viel mit dem einzelnen Müttern und das ist so schön im Herzblutmama, dass man dann einfach in diesem Raum ist, wo man sich nicht vergleicht.
00:47:41: Sondern aber trotzdem die einzelnen Geschichten miterleben kann ohne dass ich darauf reagieren muss, Okay, aber ich würde das ganz anders machen.
00:47:54: Manchmal passiert es ja im Elternabend oder
00:47:57: in diesen
00:47:57: krassen Zusammenkünften auch schon im Kindergarten ... Kleinkindalter am Spielplatz und so.
00:48:03: Und krabbelt es schon?
00:48:04: Oh mein Gott!
00:48:07: Und hat es schon seine Periode?
00:48:09: Wie
00:48:09: ist sie damit
00:48:10: umgegangen?
00:48:11: Und
00:48:11: wie ist eure Beziehung?
00:48:13: Das ist nicht ein Gebäsch, sondern das ist wirklich ein...wie
00:48:17: geht's dir?
00:48:19: Genau.
00:48:19: Wie geht's
00:48:20: mit dir damit?
00:48:22: Und das Gefühl, oh mein Gott durch diese krasse Phase bin ich jetzt nicht
00:48:27: alleine unterwegs
00:48:28: und ich kann... Ich hab ja in der Pubertät viel mehr Zeit auch mich mit meinen Frauen zu treffen.
00:48:34: Ja
00:48:34: genau.
00:48:35: Mir wird ja ein ganz großer... Großes Zeitkontingent auch
00:48:39: geschehen, was ich nutzen kann.
00:48:42: Und was wir in unserer Welt, wo die Pubertät immer so als Oh mein Gott da müssen wir durch
00:48:47: und das ist die krasseste
00:48:48: usw.,
00:48:49: wollen wir das natürlich eigentlich immer mehr rausschieben dieses Thema?
00:48:54: Die wollen
00:48:54: es möglichst wenig mitbeschäftigen bis zu dem Teilpunkt,
00:48:58: wo's schwierig wird.
00:48:59: Weil immer dieser Spruch kommt.
00:49:00: Warte erst mal ab, bis das soweit ist.
00:49:02: Schrecklich!
00:49:04: Also wirklich schrecklich und ich find ganz furchtbar dass die Mehrzahl aller Mädchen... und auch Jungs, dass schon mindestens zehnmal gehört haben wie schrecklich das alles wird
00:49:19: bevor
00:49:19: sie überhaupt irgendwelche Anzeichen von Pubertät haben.
00:49:22: Das ist echt ein Verbrechen an den Jugendlichen weil wir denen ja quasi bevor sie in die Pubertäte kommen schon sagen du wirst dann ein Monster werden.
00:49:32: Und ich empfinde es gar nicht so.
00:49:37: gibt es Reibungen.
00:49:38: Und das ist auch wichtig und gut, ne?
00:49:40: Ja!
00:49:40: Die gehören aber zum Leben dazu... ...und auch
00:49:42: zur
00:49:42: Beziehung dazu.
00:49:43: Die gehoren zu Beziehungen gehören zu diesem Schritt von okay ich werde jetzt... Ich gehe in Richtung Erwachsenwerden.
00:49:51: Ich werde ein eigener erwachsener Mensch.
00:49:52: Das heißt ich muss mich selbst finden bedeutet ich muss abgrenzen.
00:49:56: Von dem mit dem ich immer die ganze Zeit verschmolzen bin
00:49:59: ja
00:50:00: und deshalb ist es super wichtig und dass es gut macht Sinn.
00:50:03: Heißt aber nicht, dass alles nur irgendwie wenn so einer Monsterwelt verschwinden muss.
00:50:10: Sondern ich sehe das so, dass die Jugendlichen
00:50:13: eine
00:50:13: wahnsinnige Energie und Kraft für unsere Welt mitbringen.
00:50:17: Und das sind doch die Menschen, die das Neue initiieren?
00:50:22: Ja!
00:50:23: Wenn wir nicht bereit sind auf sie einzugehen... Damit meine ich aber nicht, dass wir ihnen alles durchgehen lassen müssen was sie so für Ideen haben.
00:50:33: Aber wenn wir nicht das Interesse haben daran Was wirst du denn eigentlich für ein Mensch?
00:50:37: Was bringst Du mit und was für coole und vielleicht auch unlogische Gedanken und Ideen hast Du,
00:50:43: in
00:50:46: diesen Wert zuzusprechen.
00:50:48: Und das krasseste bei den Jugendlichen ist ja dass sie selber die ganze Zeit damit beschäftigt sind ob sie gerade gut oder schlecht sind.
00:50:55: Und ihnen quasi vorher schon mitzugeben, du wirst auf jeden Fall schlecht sein!
00:51:00: hilft halt überhaupt
00:51:01: nicht.
00:51:02: Und das
00:51:02: hämmt unsere Entwicklung als Menschen so sehr und da fällt es mir echt schwer zu glauben, dass das nicht irgendwie auch von was weiß ich irgendwie in irgendeiner Bewegung gewollt ist, dass wir diese Kraft der Jugendlichen
00:51:18: so zu hemmen versuchen.
00:51:23: Weil wir denken die ganze Zeit über neue Lösungen nach.
00:51:26: Unsere Welt brennt dann allen Ecken, so wie wir es im Moment machen kann's einfach nicht mehr weitergehen weil das wird unsere Welt nicht überleben.
00:51:33: Dann ist es doch eigentlich sinnvoll und logisch dass wir sagen okay ihr bringt wirklich neue Ideen mit
00:51:43: mitzugeben, so hey das was in dir da ist.
00:51:46: Das was in Dir wächst!
00:51:47: Das was du gerade wirst als Mensch.
00:51:49: Das ist was Wahnsinnig wertvolles und es ist super und es auch gerade für Mädchen, für uns Frauen.
00:51:55: Es ist auch genau richtig so Du bist nicht falsch weil du jetzt die Periode bekommst und du musst dich nicht verstecken damit.
00:52:01: Genau, das
00:52:03: ganze Charme Thema darf immer wieder raus.
00:52:06: Mir fällt... ich habe die ganze Zeit gerade im Kopf wie du im Herzblut Mama Retreat mit uns im Kreis saßt und so auf eine wundervolle Weise.
00:52:17: So genial, so spannend, lustig und faszinierend und auch informativ diesen ganzen weiblichen Zyklus erklärt hast.
00:52:29: Allein dafür lohnt es sich zum Herzblut-Mama Retreat zu gehen.
00:52:33: Also ein ganzes Theaterstück!
00:52:37: Ich hab Schauspieler noch
00:52:38: eingeladen.
00:52:39: Genau, so habe ich das empfunden!
00:52:43: Für mich war es so faszinierend, dir dazuzuhören und auch zu merken, wow...
00:52:47: Das ist ja
00:52:48: genial was in meinem Körper stattfindet Was den ganzen Monat über, also Zyklus bedeutet.
00:52:55: ja nicht nur ich blute irgendwann mal sondern es ist ja ein ganzer Zyklus.
00:52:59: Über einen ganzen monat verändert sich das die ganze zeit und es ist wie so eine Symphonie und alles spielt perfekt miteinander zusammen.
00:53:06: Und dass es einfach genial ist, ist genial was in unserem Körper stattfindet genauso Das dürfen wir nutzen für uns.
00:53:15: Und genauso kann eine Geburt auch so ... dürft, darf genial sein!
00:53:20: Für diesen Staat ins Mama sein, diese Kraft zu erleben.
00:53:24: und den Zyklus dürfen also... Auch wenn wir vielleicht jetzt als Mädchen damals nicht so förderlich begleitet worden sind oder so.
00:53:35: Gerade dann ist das finde ich auch so schön im Herzog Mama Retreat Das auch für sich noch mal so durchzuerleben.
00:53:41: Noch mal zu schauen, wie ging's mir damals?
00:53:44: Wie fühl ich mich jetzt mit meinem Zyklus?
00:53:45: Wie kann ich mich da noch besser mit mir selbst beschäftigen?
00:53:49: Wie können ich mich noch mehr annehmen in dem, wie es ist und wie es mir
00:53:53: geht?".
00:53:55: Und wo du das gerade so schön sagst ... Ich finde Geburt und Menstruationen haben schon Verwandtschaft.
00:54:02: Also klar ist eine Instruktion immer viel kleiner.
00:54:06: Es ist ein eigener Kosmos, aber ich lasse trotzdem
00:54:09: los und
00:54:11: mache mich bereit dafür etwas Neues zu werden.
00:54:14: Jeden einzelnen Zyklus kann das für mich stattfinden.
00:54:16: Manchmal findet es stärker statt oder mehr im Hintergrund statt.
00:54:21: Aber das Potenzial, dass sich immer wieder neue werden darf,
00:54:25: habe
00:54:25: ich Monat für Monat über dreißig Jahre.
00:54:29: Das ist so viel wert und das verbindet für mich Geburt auch, weil ich mit jeder Geburt immer wieder ein neuer Mensch werde.
00:54:37: Und wenn wir uns erlauben, immer feiner zu spüren in unserem Körper was passiert denn da eigentlich?
00:54:48: Wie geht es mir eigentlich wie fühle ich mich gerade eigentlich?
00:54:51: und jeden Tag aufs Neue, weil das ist ja der Unterschied von uns Frauen zu Männern, dass wir ... Ich mein, Männer fühlen sich auch nicht jeden Tag exakt gleich.
00:54:59: Aber die haben eben ... Den
00:55:00: Sonnenzyklus und Tageszyklus?
00:55:03: Genau!
00:55:04: Und es ist relativ ähnlich immer.
00:55:08: Bei uns ist das einfach ... tatsächlich oft zu befüllen und jeden Tag neu, jeden Tag anders.
00:55:14: Und da sich das zu erlauben dieses Gespür zu entwickeln für sich selbst okay?
00:55:19: Was brauche ich grundsätzlich damit es mir gut tut?
00:55:22: was sind meine Ressourcen die ich nutzen kann für mich wo auch so ein bisschen selbstliebend Disziplin haben darf.
00:55:33: Ja, ja.
00:55:34: Wo ich mich quasi mit einem Rahmen auch entlasten kann?
00:55:37: Ja genau wo ich weiß.
00:55:38: okay das ist eine Sache die tut mir immer gut und deshalb mache
00:55:41: ich das einfach.
00:55:42: Ich
00:55:42: räume mich mit diesen Raum ein auch als Mama Scheinbar unmöglich ist.
00:55:47: Ja, ist es möglich?
00:55:51: Und manchmal kostet das am meisten Überwindung
00:55:54: solche
00:55:55: Dinge zu tun wo ich weiß die tut mir wirklich
00:55:59: gut
00:56:00: und die bedeuten aber einfach nur dass sich jetzt entscheiden muss und einfach durchziehen
00:56:05: muss.
00:56:07: und wenn es auch heißt okay ich zum Beispiel Als Beispiel.
00:56:11: Ich mache jetzt im Moment, mach ich jeden Tag... Hätte ich früher nie gemacht, aber mach ich im Moment jeden Tag immer fünfzehn Minuten so eine Meditation oder ist eher so für mich es eher so ne Ausrichtung auf den Tag wo ich mich darauf ausrechte?
00:56:22: wie will ich mich eigentlich fühlen?
00:56:24: Auf was will ich mir fokussieren?
00:56:26: Was ist mir wichtig?
00:56:29: und ja ich könnte natürlich immer sagen das geht nicht.
00:56:33: Also mit Kindern, wo soll ich da mich fünfzehn Minuten hinsetzen?
00:56:39: Ich hab jetzt kein stillkind mehr.
00:56:40: Aber auch mit Stillkind zum Beispiel und so.
00:56:42: Ich kann mich erinnern an die Zeit zurück.
00:56:44: Da habe ich nicht das gemacht aber andere Dinge... Ich glaube, unsere Aufgabe als Mamas ist immer für uns zu gucken.
00:56:52: Wie kann ich denn für mich das in mein Leben, in meinen Tag einbauen?
00:56:57: Ohne dass ich jetzt den Anspruch habe es ist jetzt perfekt.
00:56:59: Das ist die perfekte Meditation und alles muss ganz still sein.
00:57:03: Sondern okay!
00:57:04: Ich setze mich hin mit meinem Stillkind auf dem Arm oder auf dem Schoß Und das kann aufstehen und rumkrabbeln und so... ...und ich versuche jetzt für mich einmal diesen Fokus zu haben.
00:57:13: Was ist das bitte für eine coole Nachricht für unsere Kinder?
00:57:18: Also Mama tut was für sich, Mama entscheidet sich.
00:57:21: das tut ihr gut und es macht sie
00:57:22: auch.
00:57:23: Und ich bin dabei aber trotzdem nicht so stringent und nicht regliede genau dass jetzt nichts anderes passieren darf in der Zwischenzeit sondern ich fließe lass.
00:57:34: fließen heißt ja dein Podcast.
00:57:36: also ich versuchte es immer so zu sehen wir sind wie Wasser Wir können fließen.
00:57:42: Und wir können auch mal so richtig geradeaus in eine Richtung fließen, mit ganz viel Power und ganz viel Kraft.
00:57:48: Manchmal heißt es aber auch ich bin wie ein Gebirgsbach der entlangplätschert und sich seinen Weg sucht.
00:57:53: Wenn da irgendeinen Büschel wächst in der Mitte dann plätsche ich da drüber oder dran vorbei... Ich kann verspielt
00:58:01: sein!
00:58:02: Ja genau!
00:58:04: Und das was ich brauche, was mich ins Fliesen bringt Als Frau kann ich in mein Leben als Mama einbauen.
00:58:12: Ich kann fließen mit meinen Kindern zusammen, ich muss nicht... Und ich bin auch nicht perfekt.
00:58:19: Mir passiert das auch mal, dass ich wütend werde, weil ein Kind mich stört bei irgendwas was ich jetzt gerade für mich alleine machen will.
00:58:24: aber ich kann auch gucken okay wie können wir das denn jetzt?
00:58:28: Wie war der Geburt mit dem Tanz?
00:58:30: Wie können wir so gemeinsam tanzen und fließen, dass durch meinen Kind, sondern mein Kind ist ein Teil des Ganzen.
00:58:40: Und wir fließen zusammen und ich berufe mich immer wieder auf mich selbst.
00:58:46: Ja.
00:58:46: Ich bin nicht nur in diesem Gott.
00:58:48: was braucht mein Kind?
00:58:49: Was brauchen Kinder?
00:58:49: Ich muss alles für mein Kind machen!
00:58:51: Was ist das Beste für mein Kinn?
00:58:52: Sondern es darf hin und her sein.
00:58:55: Total.
00:58:56: Also du bist die Stütze darin.
00:58:58: Wenn es dir nicht gut
00:58:59: geht,
00:59:00: kann es deinem Kind nicht.
00:59:01: Wie oft hat man das mit kleinen Kindern gerade?
00:59:03: Wenn's mir selbst nicht gutgeht und ich aus meiner Mitte rauskomme ... Dann gibt's die krassesten Streits, dann gibt's den krasssten Ausraster.
00:59:11: Da wird das Kind auch krank oder
00:59:16: so.
00:59:16: Und immer wieder die Erkenntnis.
00:59:18: Scheiße!
00:59:19: Darum mich kümmern, dass es mir selbst
00:59:21: gut geht.
00:59:22: Weil ich bin die Basis?
00:59:23: Sobald ich fließen kann, solange ich ein Birksbach sein kann oder auch mal in die Breite gehen kann und auch wenn's sein muss einen Wasserfall werde ... Solang diese Energie nicht fließt, fließ dir gar nichts
00:59:37: an der Familie.
00:59:40: Das ist wahrscheinlich das Herausforderste als Mama, das zu lernen.
00:59:43: Aber auch das Schönste, dass wir das schaffen ... Das Leereichste und das Besündeste für uns?
00:59:48: Ja, genau.
00:59:49: Absolut!
00:59:50: Ich würde gerne abschließend ... Wir haben schon so lange wahrscheinlich gesprochen, aber ich könnte mit dir eh mich sprechen.
00:59:56: Ich auch mit dir.
00:59:57: Es
00:59:57: ist so spannend, auf mal diesen Rahmen zu haben.
01:00:03: Aber ich will trotzdem gerne noch eine Frage dich fragen.
01:00:06: Und es interessiert mich sehr was du dazu sagst Du bist ja Mama von pupatierenden Kindern und Mama gleichzeitig von kleinen Kindern.
01:00:16: Was würdest du sagen, in welchem Moment ändert sich das?
01:00:20: Und wie ändert es sich?
01:00:21: Wie ist der Unterschied von deinem Mama sein?
01:00:24: Ich meine, du bist wahrscheinlich einfach echt mit jedem Kind.
01:00:27: Manchmal merkt man diese Veränderungen nicht so.
01:00:29: Aber ... Wie würdest du sagen... Wie würdest deine Mama sein beschreiben für die Großen und für die Kleinen?
01:00:39: Was wird wichtig, wenn sie größer werden?
01:00:44: Am Anfang ist ja sehr viel körperliche Präsenz gefragt.
01:00:51: Dass ich natürlich körperlich anwesend bin, aber es auch körperlicher Arbeit.
01:00:56: Ja, Kuscheln, Stillhalten
01:00:59: und Tragen.
01:01:01: Wie eine Wechseln.
01:01:03: Zähneputzen am Anfang.
01:01:07: Mama sein ist sehr fordernd ... Also körperlich sehr fordernd am Anfang auch natürlich auf einen anderen Ebene, aber das ist sehr präsent.
01:01:16: Und da fließt die Liebe einfach so rein und wieder zurück.
01:01:20: Das
01:01:22: stimmt ja!
01:01:24: Irgendwann wird es immer weniger.
01:01:29: Wenn ich gerade an meinen ältesten Kind denke, dass jetzt gerade auf einer großen Reise war mit ihrer Klasse ... fällt mir so ein Ja, da ist meine Aufgabe dann innerlich diese Präsenz und dieses Band aufrecht zu erhalten.
01:01:50: Auch wenn ... Es bedeutet nicht, dass wir jeden Tag telefonieren müssen oder so, sondern ich einfach in Verbundenheit bleibe.
01:01:58: Und bedeutet wieder wie wir es gerade hatten, in erster Linie, dass ich mit mir selbst verbunden bin?
01:02:05: Weil nur dann ist das möglich!
01:02:07: Ich muss mich erst selbst spüren können bevor ich überhaupt mein Kind spüren kann.
01:02:12: Und gerade noch über Distanz, also wenn es körperlich ist, dann kann ich ja noch viel leichter... Okay, dann kuschelt man die Überspülung.
01:02:17: Fühlt man das halt direkt?
01:02:18: Ja, genau!
01:02:18: Das auch viel näher.
01:02:19: Ja und je älter die Kinder werden, desto mehr lösen sie sich ja.
01:02:24: Also es ist ein immerwährendes Loslassen wird immer größer des Loslasten.
01:02:28: Die Schritte werden immer größern.
01:02:33: Loslassen bedeutet, ich muss vertrauen.
01:02:35: Es
01:02:35: geht nicht ohne Vertrauen.
01:02:37: Dann versuche ich zu klammern und festzuhalten und lass mein Kind nicht auf eine große Reise gehen zum Beispiel.
01:02:42: Und ja da ins Vertrauen zu kommen.
01:02:45: Zumal ein Kind.
01:02:47: Das ist finde ich so einer meiner größten wichtigsten Aufgaben die ich habe meinem Kind zu vertrauen dass es seinen Weg geht Auch die Grenzen zu wissen.
01:02:56: Wie weit ist schon der Raum, der Autonomie?
01:03:00: Die ich diesem Kind zutrauen
01:03:01: kann und
01:03:02: wo braucht es aber trotzdem von mir auch ganz klare
01:03:06: Verabredungen.
01:03:07: Wo ich sage, weißt du was das fühlt sich ... Ich bin verbunden mit mir, ich hab ein Bauchgefühl und es fühlt für mich nicht gut an wenn du jetzt noch weiter
01:03:16: rausgehst.
01:03:16: Wenn du jetzt weiß, dass ich bis abends um zwei
01:03:18: unterwegs bist oder
01:03:19: habe ich kein gutes Gefühl
01:03:20: dabei also
01:03:21: bitte So zum Beispiel,
01:03:23: ne?
01:03:23: Ja.
01:03:24: Und ich finde es aber auch immer schön dann im Austausch zu sein mit dem Kind nicht nur einfach zu sagen so hey zack du bist dann und am Zuhause so ist das fertig sondern auch ja da mal reinzuspüren wie viel wofürst Du Dich eigentlich noch sicher wie weit fühlst Du dich denn eigentlich gut?
01:03:41: und und dann mitzuteilen wie sich's für mich anfühlt und zu gucken
01:03:46: und dann gemeinsam
01:03:48: eine Verabredung zu finden, die aber auch wichtig sind.
01:03:51: Und
01:03:51: die da noch eingehalten
01:03:52: werden?
01:03:52: Ja genau!
01:03:54: Das ist natürlich auch viel leichter so eine Verablierung einzuhalten wenn ich mit einbezogen bin in die Entscheidung.
01:04:02: Total!
01:04:03: Ich glaube das ist der absolut wichtigste Schlüssel für die ganze Pubertät von Anfang bis zum Ende.
01:04:09: Sie ernst zu nehmen, haben wir vorhin auch schon gesagt.
01:04:11: Nichts zu sagen okay jetzt werden sie schwierig, jetzt müssen wir ganz besonders klare Regeln machen.
01:04:17: und
01:04:17: was warum?
01:04:19: Ich werde doch als Kind gerade selbstständiger.
01:04:22: also warum müssen meine Regeln strenger werden?
01:04:25: das verstehe ich nicht.
01:04:26: muss ich dagegen angehen.
01:04:27: Und was ich zum Beispiel auch total interessant finde wenn man mehrere Kinder hat das kennst du ja auch dass zb Man nicht automatisch sagen kann, okay ab dem und im Alter geht die und die Regel so.
01:04:42: So ist es einfach bei uns und dann habt ihr euch dran zu halten.
01:04:44: wenn dein Bruder so alt wird, dann ist das auch so.
01:04:47: Sondern jedes Kind ist anders.
01:04:50: Und da ist es wieder Wenn ich in Verbindung bin mit mir selbst Dann spüre Ich mein kind und wenn ich mit meinem Kind in verbindung Bin dann spüre ich Wo sind denn die Grenzen wie weit traue ich meinem Kind zu gehen spüre ich, dass mein Kind sich das auch zutraut.
01:05:08: Das ist das Kann und es wird unterschiedlich sein bei jedem kind und dann kann man damit spielen und darauf eingehen.
01:05:16: Und dann weiß ich auch als Kind Ich bin gesehen
01:05:18: ja genau und
01:05:20: wir haben das verabredet miteinander und trotzdem Ist das irgendwie auch beweglich.
01:05:25: also wenn ich merke oder Wenn mir irgendwas passiert Dann ist Es nicht so Dass ich irgendwie zu Mama gehen muss und sagen, oh mein Gott.
01:05:35: Ich
01:05:35: musste mir damals beichten, weil ich hab irgendwas gemacht.
01:05:38: Sondern wir sind im Gespräch darüber.
01:05:41: Ich werd in meinen Gefühlen, meinen Entscheidungen ernst genommen.
01:05:43: Und so natürlich auch in Entscheidungen, die mal ein Fehler verursachen.
01:05:48: Aber ich werd nicht dafür verurteilt, sondern es bleibt einen Austausch.
01:05:54: Das gehört dazu, das Kind zu wissen, dass ich mit allem immer kann kommen.
01:05:59: Wenn ich den größten Mist gebaut habe
01:06:01: ...
01:06:02: dann kommst du zu mir und erzählst mir das, weil ich da.
01:06:05: Genau!
01:06:06: Weil ich dich nämlich begleite.
01:06:09: Zu dieser
01:06:09: Begleitung gehören diese Verabredungen aber zu dieser Bekleidung gehört auch dass ich da bin für
01:06:14: Dich
01:06:15: und dass ich im Notfall die Anwältin für DICH
01:06:16: bin.
01:06:19: Ich habe mit meinen Kindern die Verabregung, auch mit den großen Kindern die verabreden, dass sie egal wo sie sind, egal was sie finden... für einen Quatsch gemacht haben.
01:06:28: Egal, ob sie in der Nacht aus dem Fenster geklettert sind
01:06:30: hier
01:06:32: und dass eigentlich gar nicht sein kann, bis die da sind.
01:06:34: Wenn Sie mich anrufen, ich höre Sie ab und wir sprechen erst mal gar nicht darüber.
01:06:39: Ich
01:06:39: würde Sie zu jeder Tages- und Nachzeit überall abholen ohne darüber zu sprechen warum Sie da sind.
01:06:45: weil
01:06:46: das ist finde ich das absolut Wichtigste, dass unsere Jugendlichen wirklich wissen Mama ist
01:06:53: da
01:06:55: Und Pubertät bedeutet, dass man auch manchmal total dumme Entscheidungen trifft.
01:06:59: Weil man es einfach ausprobieren musste oder weil man das Gefühl hatte, das hat's gebraucht um dabei zu sein und ich werde dafür nicht einen Pranger gestellt und nicht bestraft und nicht irgendwie beschämt
01:07:11: usw.,
01:07:12: sondern es wird erst mal geklärt...
01:07:15: Ja!
01:07:16: ...und dann wird geguckt was Was können wir denn machen, dass so was nicht normal passiert?
01:07:20: Oder warum ist es denn eigentlich passiert.
01:07:22: Also was steht da hinter?
01:07:26: Was war für dich wichtig in
01:07:27: dem Moment?
01:07:29: Weil nur so können unsere Kinder sich ja kennenlernen und auch kennenlern.
01:07:33: Aha okay das hat jetzt gar nichts mit mir zu tun gehabt sondern viel mehr weil die anderen das gemacht haben.
01:07:42: Ich kann das vielleicht machen, dann mitmachen.
01:07:44: Aber ich muss dann doll auf mein Bauchgefühl
01:07:47: hören.".
01:07:47: Ja genau.
01:07:50: Und diesmal hat's nicht geklaut?
01:07:51: Genau!
01:07:52: Da hab' ich es vielleicht einmal... Ah, aber ist ja auch eine wichtige Erfahrung.
01:07:56: Also dass auch den Kindern dann ... Ich versuche das immer so selbst eben sofort zu leben und dann zu zeigen okay wenn ich jetzt irgendwie was gemacht habe was eigentlich anders, ich hätte eigentlich anders machen können zum merken ah ok Das war jetzt irgendwie nicht so eine sinnvolle Entscheidung.
01:08:15: Voll!
01:08:16: Jetzt weiß ich das, es ist gut dass ich das ja zu erlebt habe wie sich das anfühlt wenn ich mich irgendwie nicht mit meinem Bauchgefühl verbunden entscheide.
01:08:25: zum Beispiel
01:08:29: Richtig schön.
01:08:30: Ich glaube, wir haben schon ... In so vielen Stellen hab ich gedacht, da müssen wir noch mal eine ganze Folge erstellen.
01:08:37: Vielleicht hast du ja in der nächsten Staffel einfach noch mal
01:08:39: gekauft?
01:08:39: Total gerne!
01:08:42: Aber ich find's richtig wertvoll.
01:08:44: alles was du
01:08:45: erzählt hast
01:08:46: ganz spannend.
01:08:46: Ich freu mich schon darauf die Folge zu schneiden und dann nochmal so zuzuhören.
01:08:50: Ja auch voll schön.
01:08:52: Und ich möchte aber gerne zum Abschluss wenn jetzt Menschen Gerade auf dem Weg sind ein Baby auf die Welt zu bringen oder merken, mein Leben mit Kleinkindern ist echt ganz schön herausfordernd.
01:09:04: Oder auch nicht!
01:09:05: Vielleicht habe ich einfach aber das Bedürfnis mich mal auszutauschen und irgendwie eine Unterstützung zu haben.
01:09:12: Wie können sie dich erreichen?
01:09:13: Und was hast du in deinem Korb an Möglichkeiten wie man mit dir arbeiten kann?
01:09:20: Wie könnte mich erreichen?
01:09:23: Es gibt eine Webseite, vielleicht kannst du das verlegen.
01:09:24: Ich mach die alles in die Show Notes.
01:09:27: Genau und es gibt ganz viele verschiedene Möglichkeiten wie du dich von mir unterstützen lassen kannst.
01:09:33: ich habe zum Beispiel einen kleinen Kurs der heißt Mamas Bauchgefühl wo du einfach für dich mit Kopfhörern im Ohr oder wie du das anhören möchtest genau
01:09:42: so wie du vorhin gesagt hast mal zwischendurch
01:09:44: ja mal zwischen durch genau einfach mal vierzehn Tage in deinem eigenen Tempo dich immer wieder auf dich zurück berufen kannst und da eintauchen kannst, was brauche ich denn eigentlich wirklich um in Verbindung zu sein mit meinem Bauchgefühl?
01:10:01: Und ja so zu fließen wie wir das vorhin besprochen haben.
01:10:05: Mit meinen Kindern zusammen in meinem Leben mich selbst wieder zu spüren.
01:10:10: Genau Das ist zum Beispiel eine kleine Sache, mit der du anfangen kannst und die du eintauchen kannst.
01:10:17: Aber dann natürlich begleite ich auch total gerne in der Schwangerschaft auf dem Weg zu Geburt.
01:10:23: Wenn Du im Berlin bist, kann ich zum Hausbesuch kommen.
01:10:27: Wenn du nicht in Berlin bist gibt es auch die Möglichkeit online Sessions zu machen.
01:10:33: Video Calls oder auch über Telefonen.
01:10:34: Manche mögen nicht so gerne Videocalls, da kann man auch ganz viel machen
01:10:39: und ich finde das super super cool.
01:10:40: du hast ja den Hosentaschen support.
01:10:42: Ja genau Das
01:10:43: ist nicht so eine coole Idee.
01:10:45: Nikola hast du zu sagen in deiner Hose In der Tasche
01:10:55: Über
01:10:56: WhatsApp-Signal was auch immer ihr da gerne haben möchtet.
01:11:00: Aber du kannst halt jederzeit mal ganz kurz Nicola anschreiben und sie schreibt dir zurück oder Sprachnachrichten, ne?
01:11:06: Weil manchmal ist das für Mama es ja echt nicht so leicht.
01:11:08: Für mich ist es immer so oh mein Gott ich soll irgendwann am Tag telefonieren,
01:11:12: helfen!
01:11:13: Es ist viel
01:11:13: leichter wenn das Sprach Nachrichten sein kann können die ich dann irgendwie zwischendurch abhören kann.
01:11:17: Dann kannst Du Sie alles fragen oder ihr einmal von Dir erzählen
01:11:23: Ja, unterstützt.
01:11:24: Genau und oft tauchen in der Begleitung dann auch Themen auf die gar nicht unbedingt direkt mit der Schwangerschaft oder der Geburt oder dem Mama sein zu tun haben.
01:11:33: Indirekt schon aber es gibt ja auch noch diesen großen Aspekt der Beziehung, die sich dann irgendwie auch total verändert oder entwickelt wenn wir Eltern werden
01:11:45: Gerade dieses Verhandeln, wer es für welche Aufgaben zuständig
01:11:49: ist.
01:11:49: Kann
01:11:49: so viel Druck aufbauen und gar nicht wirklich zielführend sein.
01:11:53: Und auch echt Fragenaufwerfen zwischen den Eltern.
01:11:59: Was verbindet uns denn eigentlich?
01:12:03: Das sind Themen die auf jeden Fall Raum haben in meiner Unterstützung.
01:12:07: Worauf ich mich jetzt wahnsinnig dolle freue, dass ich Berlin wieder meine Schwangerenkreise anbieten werde Und zwar in der Hebammenpraxis, in Hebammiten drin.
01:12:19: So heißt die genau.
01:12:20: Ja
01:12:20: wie cool!
01:12:22: Im September fangen wir an.
01:12:23: Genau.
01:12:24: Oh schön!
01:12:25: Falls du schwanger bist und in Berlin dann sei herzlich eingeladen zu unserem Schwanderen Kreis zu kommen einmal die Woche für sechs Termine.
01:12:32: Ja toll!
01:12:34: Wenn ich schwanger wäre, ich würde sofort zu dir kommen.
01:12:36: Ich würde mich sofort bei dir begleiten
01:12:37: lassen!
01:12:38: Ein Mamas Bauchgefühl habe ich tatsächlich auch gemacht.
01:12:40: Das ist sehr zu empfehlen.
01:12:42: Es ist total schön einfach zwischendurch deine Stimme zu hören, begleitet zu sein und einen zu checken.
01:12:49: Ich freue mich, dass du heute zugehört hast.
01:12:51: Wenn du möchtest und diesen Podcast magst, dann unterstützt ihn gerne mit deiner guten
01:12:56: Bewertung und teile ihm mit allen, die es brauchen können!
01:13:01: Und ich freu mich ganz, ganz doll wenn du zur nächsten Folge wieder einschaltest.
01:13:04: Eliva, meine Lieben!
01:13:06: Yes my strength, sensitivity.
01:13:12: yes my heart space is unlimited.
01:13:16: Yes, I feel you all compassionately.
01:13:21: And my world creates life magically
01:14:08: after.
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