S2 #16 Die Kinder gehen ihren Weg, was passiert mit Dir?
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00:00:04: Herzlich willkommen, die wundervolle Mensch.
00:00:07: Hier bei der nächsten Folge von Lass
00:00:09: fließen!
00:00:10: Ich bin Nela Frieder-Schmitz und das ist Juliane Gringer, meine Gästin heute.
00:00:14: Und Juliane ist Coach für Frauen ... Für die Lebensmitte?
00:00:19: Wenn das Leben noch mal so ganz neu anfangen darf und vielleicht nochmal ein bisschen in eine andere Perspektive oder einen anderen Fokus bekommen kann... Wir sprechen da gleich noch ein bisschen mehr drüber.
00:00:30: Ich bin ganz neugierig, wir werden so ein bisschen darüber sprechen was passiert eigentlich wenn die Kinder sich lösen?
00:00:36: Wenn sie sich auf einen eigenen Weg machen und was macht das mit uns als Mama Mit uns als Eltern vielleicht auch?
00:00:44: Vielleicht sprechen wir über Beziehungen wie diese sich verändern und sowieso dieses ganze System Familie.
00:00:51: Was da passiert wenn ja wenn die kinder ihren eigenen weg gehen.
00:00:56: Total spannendes Thema.
00:00:58: Wir sind auch irgendwie verbunden darin, ne?
00:01:00: Ich hab eben schon zu Juliane gesagt ich bin so am Anfang dieser Veränderungsphase und du begleitest den Ausgang sozusagen.
00:01:10: Ja
00:01:11: wird glaube ich eine ganz spannende Folge.
00:01:12: Ich
00:01:12: freue mich sehr hier sein zu dürfen.
00:01:14: Vielen Dank für die Einladung.
00:01:15: Sehr gerne.
00:01:16: Und vor allem das Spannend, dass wo wir uns da treffen vielleicht
00:01:19: auch.
00:01:20: Ja finde ich auch total.
00:01:23: Bevor wir damit anfangen... Möchte ich wie immer einen kleinen Zyklus-Check inmachen?
00:01:31: Janne, wo bist du gerade in deinem Zyklus?
00:01:33: An Tag sechs.
00:01:34: Also es geht mir hervorragend zu sagen... Ich blühe auf also diese Energie die ist schon immer sehr schön.
00:01:39: Ja
00:01:39: dann ja das mag ich sehr
00:01:41: Wenn es so aus dieser Ruhe rauskommt entweder
00:01:44: Total, ich merke es auch immer wirklich, dass ich dann manchmal so einen ganz produktiven Tag am Computer hab.
00:01:48: Dann aber auch gar nicht erschöpft bin und denke so wow!
00:01:50: Und dann aber auch noch mal drauf achte was für mich zu machen und eben das nicht nur so eine Arbeit produktiv und losrennen zu investieren sondern einfach wirklich so das so zu genießen Voll gut.
00:02:00: Richtig gut, das sind total gute Erinnerungen finde ich weil mir passiert es auch manchmal wenn ich dann so nach der Periode wieder ziehe Kraft zu kommen, siehst du denn die so okay?
00:02:09: und jetzt das und dass und das genau und
00:02:11: dann sehen
00:02:12: wir mal wieder ein bisschen zusammen.
00:02:14: Okay aber du bist trotzdem noch zart auf Pausen zu machen.
00:02:18: ja voll Ich bin heute einen Tag achtundzwanzig also ich bin genau auf der anderen Seite Lustig, ne?
00:02:27: Wir haben gerade gesagt wir sind du bist am Ende sozusagen der Pubertät und ich am Anfang.
00:02:32: Du bist am ende der Periode und ich auch am Anfang.
00:02:36: Und wie geht's dir?
00:02:38: Ich bin heute... Heute geht es mir besser als gestern.
00:02:41: Gestern war ich so ein bisschen so wirklich emotional fragil würde ich sagen leicht reizbar und irgendwie so ein bisschen weltschmerzmäßig unterwegs.
00:02:54: Heute geht's mir besser, heute hab ich das Gefühl es geht wieder mehr in den Fokus rein.
00:02:59: Ich bin neugierig aber gleichzeitig auch langsamer und habe das Bedürfnis nach Ordnung um mich herum.
00:03:07: ganz doll also.
00:03:09: wir haben gerade einen verstopften Abfluss und unsere Küche war heute morgen so Bär?
00:03:15: Ja,
00:03:15: das ist total überforderungsvoll.
00:03:17: Morgens
00:03:18: Kinder zum Frühstück fertig machen und dann so...
00:03:24: Es trefft nicht mehr, wenn ich kurz bei der Periode
00:03:27: bin.
00:03:28: Und irgendwie ist das witzig.
00:03:30: Mein Zyklus ist eigentlich sechsundzwanzig Tage längstes.
00:03:34: Und natürlich auch, obwohl ich mich so damit auseinandersetze mit Fruchtbarkeit und so weiter.
00:03:40: Denke ich dann immer sofort, kommt diese alte Gedanke rein?
00:03:43: Jetzt bist du drüber!
00:03:45: Warum
00:03:45: bist du jetzt
00:03:46: drüber?!
00:03:47: Ist echt
00:03:47: spannend für
00:03:48: mich.
00:03:48: Ich
00:03:48: kam heute Morgen das erste Mal so
00:03:50: was ist eigentlich
00:03:51: wenn du... So
00:03:53: eine Freundin von mir ist gerade nochmal mit forty-fünf noch mal schwanger geworden und nachdem ihre Kinder auch schon so Teenager sind.
00:04:01: Und das war auch spannend, wie ich das so wahrgenommen habe, dass in dem Moment, wo sie das so sagt, weil ich erst muss ... Und dann haben eher an mich gedacht, wie wäre das jetzt für mich?
00:04:09: Und es hat so einen Moment gedauert, bis man diese Perspektive neu aufmachen kann.
00:04:12: Auch super spannend!
00:04:14: Ja, aber auch wirklich... Wie wär das für dich?
00:04:17: Also magst du sagen...?
00:04:19: Ich dachte erst mal so krass, das kann ich mir gar nicht vorstellen.
00:04:21: Ich glaub, ich fände es überraschend wenn man damit konfrontiert wird dass man einfach sagt okay ist jetzt so und jetzt mal gucken wie man das alles nochmal machen würde mit der Erfahrung.
00:04:31: also es wäre schon auch schön zu sagen hey ich habe hier noch einmal keine Chance aber ich kann halt nochmal mit dem ganzen Mama wissen was ich gesammelt hab aus der Erfahrung nochmal ganz neu anfangen.
00:04:40: Ja das ist interessant Das ist schon ein Aspekt den ich auch spannend finde.
00:04:44: Aber
00:04:45: körperlich und schlaf Da müssten die Hormone aber richtig powern.
00:04:50: Wichtig durchklicken, ja!
00:04:51: Also ich könnte es mir gar nicht vorstellen.
00:04:54: gerade also klar diesen Gedanken finde ich total interessant.
00:04:57: aber nochmal wirklich dieses ganze Kinderwagen Maxi Kosi machts nicht schlafen diese ganzen Sachen die man dann wieder braucht und ich weiß es nicht Aber ist schon auch spannend.
00:05:12: Ja und auch wie würde man denn den älteren Kindern gerecht werden weil das wäre dann sozusagen der volle Fokus noch mal auf ein Baby Obwohl die natürlich jetzt auch wirklich groß sind.
00:05:19: Für die wäre es eine tolle Erfahrung, aber ich hab da
00:05:22: keine Pläne?
00:05:23: Nee, ich habe auch keine Plähne und bin sehr froh, wenn der Kälcher mir vorüber geht!
00:05:28: Man hat's ja auch ein bisschen unter Kontrolle.
00:05:30: Das ist das Gute daran.
00:05:33: Lass uns doch mal ganz kurz.
00:05:34: bevor wir ganz eintauchen möchte ich noch mal eben kurz erinnern was hier gerade im Herzblutuniversum so los ist.
00:05:42: Wir haben jetzt gerade Sommerpause für den Podcast Freiheit sozusagen.
00:05:47: Aber direkt nach der Sommerpause geht es ins Herzblut Mama Retreat.
00:05:52: Und ich hab tatsächlich
00:05:52: ... Geht alle mit?
00:05:55: Geht alles
00:05:55: mit, genau!
00:05:57: Ja, Juliane war auch beim Herzblutt Mama Retreet und was würdest du sagen, warum muss man damit machen?
00:06:04: Das ist einfach echt ein einmaliges Erlebnis.
00:06:07: also wirklich... Ich habe ganz viel mitgenommen für mich und auch wirklich so... Also du machst das fantastisch wirklich.
00:06:15: Wirklich wirklich.
00:06:18: Erwartungen und dachte einfach mich drauf eingelöst.
00:06:20: Ich war ein bisschen neugierig, aber ich dachte okay mal was passiert?
00:06:22: Schauen wir es passiert.
00:06:23: und ja das war einfach super intensiv Es war eine sehr sehr schöne.
00:06:28: Also ich wurde dann ganz viele Dinge erinnert Ganz viele Dinge wurden auch noch mal so ein neues Licht gerückt Und was sich am schönsten fand war wirklich diese Gemeinschaft unter Frauen zu spüren Untermüttern eben auch.
00:06:40: Und wirklich auch noch mal zu sehen, nicht bei den Freundinnen sondern bei Frauen die ich vorher nicht kannte dass wir so in Verbindung stehen weil wir alle am Ende doch die gleichen oder sehr ähnliche Themen haben.
00:06:51: und das ist schon was, was trägt, das ich so gemerkt habe.
00:06:54: es ist wirklich etwas.
00:06:55: also Wir sind eine globale Community.
00:06:58: Es braucht dann
00:07:00: gar nicht so viel Worte.
00:07:01: total Ja
00:07:02: ja und das auch nochmal mit in den Alltag zu nehmen fand ich echt
00:07:06: schön.
00:07:07: Ja, das ist auch was mich jedes Mal so berührt.
00:07:10: Dass plötzlich klar wird.
00:07:12: es geht nicht darum sich zu vergleichen oder zu gucken wie machst du das als Mama und ist das richtig oder falsch in meinem Wertesystem?
00:07:19: Sondern vielmehr wir sind da beide durchgegangen.
00:07:24: So ein Erkennen von der Kraft die eigentlich kostet was wir gerade gesagt haben so ein Baby auf die Welt zu bringen und durch die ersten Jahre durchzubegleiten ist einfach Magisch.
00:07:36: Ich kriege sofort Gänsehaut und das ineinander zu erkennen, was
00:07:41: zu heilen.
00:07:43: Wirklich auch noch mal zu sehen, was wir da alle geleistet haben.
00:07:47: Das ist schon eine echt schöne Erinnerung daran, was ja so im Alltag runtergeht.
00:07:52: Ja, im Türen
00:07:53: knallen der Teenager zum Beispiel.
00:07:55: Und wieder zurück zu dem Thema zu kommen!
00:07:57: Also falls du Interesse daran hast dann ist jetzt der richtige Moment einfach mal nachzugucken.
00:08:02: in den Show-Lots findest du die Homepage und kannst dich direkt anmelden oder mehr Infos finden.
00:08:08: Anfang Oktober geht es los zur nächsten Runde.
00:08:12: Du hast gerade gesagt Tür nknellen und wenn so eine Tür richtig schön zurückknallt wird
00:08:18: dann geht
00:08:19: eben meistens auch ne andere Tür wieder auf.
00:08:21: So, was würdest du sagen?
00:08:23: Also fangen wir mal von vorne an.
00:08:26: Wir hören ja leider immer noch vor der Pubertät oder wenn wir mit den Kindern in der Pupertät sind von so vielen anderen Menschen... Oh mein Gott!
00:08:35: Wie ist das?
00:08:36: Lebst du
00:08:36: noch?!
00:08:38: Es gibt natürlich auch die Geschichten und die will ich nicht wegdenken wo Eltern wirklich aber sowas von aufs Blut auf die Probe gestellt werden Und mit ihren Kindern so einen Ringkampf machen, um den eigenen Weg und um die eigene Meinung.
00:08:53: Um die eigenen Werte auch.
00:08:55: Was tatsächlich wahnsinnig anstrengend sein kann.
00:08:58: Aber dieses Allgemeine ... Oh mein Gott.
00:09:02: jetzt kommt das Pubertetsmonster in meinem Kind hoch!
00:09:06: Ich werde nicht mehr schlafen können weil ich mir immer nur Sorgen machen muss.
00:09:11: Was denkst du darüber?
00:09:13: Wie siehst du das?
00:09:15: Was ist die Pubertät für dich für Qualitäten?
00:09:17: Also für mich persönlich bin ich sehr positiv überrascht, dass es gar nicht so schlimm sein muss.
00:09:22: Ich hatte auch mal dieses Bild, wo dann ist alles vorbeidern reden und die Kinder nicht mehr mit einem.
00:09:26: Dann ist alles schrecklich!
00:09:27: Ja... Ich höre das auch von meinen Klientinnen, dass das nicht unbedingt so sein muss.
00:09:30: und das finde ich eigentlich auch ein wirklich dringend notwendiges Bild, mal so ein bisschen zu verändern unter anderem auch damit die Jugendlichen nicht ständig damit konfrontiert werden, dass man ihnen immer sagt du wirst jetzt schwierig und die Pubertät dass das ja keinem gut so ein Label zu haben.
00:09:44: Überhaupt
00:09:44: nicht, und es auch immer wieder vorherzuhören wie oft sind wir auf irgendeinem Geburtstag oder so?
00:09:49: Und da sind Eltern und Kinder... ...und am Tisch wird dann darüber gesprochen, wie alt dein Kind ist oder so.
00:09:54: Und mindestens eine sagt oh mein
00:09:56: Gott!
00:09:57: Das hören die jahr ständig.
00:09:59: Immer wieder
00:10:00: total.
00:10:02: Also das höre ich auch immer in meiner Arbeit immer wieder, dass da eigentlich schon ne sehr enge Bindung isst.
00:10:07: Umso schmerzhafter kann's natürlich auch sein wenn man weiß, Hilfe jetzt hab' ich sie sozusagen.
00:10:11: Also es ist kein Wettbewerb, aber ich habe diesen Menschen so begleitet dass er so selbstständig
00:10:17: cool
00:10:19: und auch nach vorn gewandt unterwegs ist.
00:10:21: Und dann muss ich aber auch da sozusagen mich ein bisschen distanzieren.
00:10:25: Ich glaube das ist schon was man in der Pubertät ja übt diese Distanz und Nähe immer das sozusagen auszutarrieren was super herausfordernd sein kann
00:10:34: im richtigen Moment auch zuzutrauen, dass das Kind alleine durch etwas durchgeht oder diesen Bereich von Autonomie so zu erweitern.
00:10:43: Dass es sich für alle stimmig einfühlt?
00:10:45: Genau ja ich
00:10:46: habe mal mit einer älteren Frau gesprochen vor Jahren deren Tochter schon ausgezogen war die meinte pubertät muss wehtun und das hat mir noch einmal einen neuen Punkt darauf gegeben auch für das kind ist muss ja irgendwie schaffen aus diesem als muss ja das irgendwie schaffen in die Welt rauszugehen.
00:11:01: Und das finde ich schon irgendwie, was mich immer wieder begleitet so.
00:11:03: Dass wenn da mal halt die Stressnerven durchdrehen rumgeschrieben wird, mal kurz denke ich ja okay es ist einfach auch dieses Lernen erwachsen zu werden.
00:11:12: Voll!
00:11:12: Auch und eigentlich ist man da auch finde ich als gerade als Mutter Mit seinen Kindern ja eng verbunden, weil wir auch in der Regel in so einer Zeit sind wo sich einfach noch mal harmoniell was umbaut.
00:11:22: Perimenopause Richtung Wechseljahre das ist schon eine zeit wo wir eigentlich viel gemeinsam haben ohne jetzt da so ein Wir sind beste Freundinnen und wir gehen da zusammen durch dass es natürlich auch nicht.
00:11:32: also Es ist schon etwas anderes als das Erwachsene zu erleben.
00:11:35: aber trotzdem finde ich kann auch ganz viel Verständnis sein Ja Und das finde Ich eine sehr sehr positive Erfahrung.
00:11:40: Also ich habe mir das wirklich schlimmer vorgestellt die Pubertät und bin da echt so denke Es Kann sehr viele schöne Seiten Haben Und das finde ich auch noch mal sehr tröstlich.
00:11:48: Ja, es ist
00:11:49: ja auch so spannend zu sehen wie das eigene Kind die eigene Meinung entwickelt und wenn sie dir dann auch ausdrückt und wenn Sie die dann auch mehr gegenüber mir von Latz knallt eigentlich kann man da immer wieder für sich innerlich sagen
00:12:04: Ja, super.
00:12:06: Du sagst es!
00:12:07: So ist natürlich scheiße wenn man in dem Moment so reagiert weil dann fühlt sich der Teufel... Aber in dem moment wenn man echt einfach die Kante gibt und sagt ja und weiter und raus damit wie beim Schmetterling auch sagt er kann nicht fliegen wenn man ihm helfen würde aus dem Kokon rauszugehen Der muss seine Flügel mit aller Kraft diesen Kokon brechen aufbrechen
00:12:34: Wie du sagst, diese Perspektive drauf.
00:12:37: Das kennt das jetzt gegen mich und hier funktioniert ja gar nichts mehr.
00:12:39: Und das Zimmer ist nicht aufgeräumt und schrecklich.
00:12:43: Dieser Widerstand ist oft unsere erste Reaktion vielleicht auch aus den Prägungen heraus die wir haben oder was wir erwarten im Moment.
00:12:51: Wir wollen natürlich auch eine schnelle Lösung, wir wollen das ja vielleicht nicht so aushalten wenn da auf einmal so ein Konflikt ist mit... Wir sehen immer noch das Baby oft in diesem... Und dann auch zu sagen okay ich nehme nochmal eine andere Perspektive ein dass es halt wirklich auch so viel für Entspannung sorgt und dann auch das Kind einfach wieder flexibler wird.
00:13:10: Ich weiß zum Beispiel, dass mir der Tochter einfach immer Zeit geben muss ein bisschen.
00:13:12: Ich bin dann immer schnell.
00:13:13: die Lösung.
00:13:14: so jetzt diskutieren wir das nochmal aus und mittlerweile weiß ich sehr gut
00:13:17: Kurzruhe,
00:13:18: dann sieht die Welt schon ganz anders aus.
00:13:21: Das finde ich auch für mich viel angenehmer.
00:13:23: das zu lernen und mich dazu regulieren und diese Sicherheit in mir zu spüren ist jetzt nicht gegen mich.
00:13:29: Sondern es ist ja einfach nur gerade mal kurz eine Welle und die surfen wir zusammen.
00:13:33: Ja
00:13:33: voll!
00:13:34: Und ich glaube, dass ist ein echt wichtiger Schlüssel.
00:13:37: Es ist nicht gegen dich.
00:13:38: Sie überhaupt nicht gegen sich.
00:13:39: Aber ich muss gerade stark sein um dagegen zu halten meine eigenen Grenzen auch zu
00:13:44: halten.
00:13:46: Das ist, wirst du vielleicht können wir da gleich auch noch mal drüber sprechen.
00:13:50: Diese Grenzen überhaupt
00:13:53: zu kennen
00:13:54: als Mama und überhaupt zu wissen was sind meine Werte?
00:13:58: Wofür stehe ich?
00:13:59: Und was sind so Dinge die für mich gar nicht gehen?
00:14:02: Aber dann eben wenn ich das weiß, dann weiß ich auch dass es meins oder den kann ich herausfinden das ist meins und dann kann ich auch aushalten mit meiner Tochter vielleicht gerade in diesem Moment andere Werte hat und andere Grenzen.
00:14:15: Aber wenn ich sie klar habe, dann kann sie das von mir lernen.
00:14:18: Und das heißt eben auch klare Grenzen meiner Tochter gegenüber auch durchzuziehen?
00:14:23: Ja!
00:14:24: Ich glaube dass ist so ein bisschen das Missverständnis was die Generation unserer Eltern oder vielleicht sogar unsere Großeltern noch hatten, dass sie irgendwie so gedacht haben okay ich hab das Kind jetzt bis hierhin erzogen und jetzt kommt es nochmal so richtig drauf an, dass es auch diese ganzen Regeln einhält und sozusagen die Regeln, dieses Regelwerk noch mal verstärkt haben.
00:14:47: Du bist um zehn zu Hause und wenn du nicht zuhause bist dann gibt's Hausarrest so.
00:14:51: Da ist ja klar das das Kind sagt... Es ist die Phase, in der ich meine Selbstständigkeit entdecken muss.
00:14:58: Bist du verrückt?
00:15:00: Ich werde gerade erwachsen!
00:15:01: Du kannst mich nicht bevormunden und du kannst mich auch nicht beübermuttern.
00:15:09: Wenn man jetzt sagt okay dann mache ich halt keine Grenzen, keine Regeln.
00:15:12: Aber ich bin immer dabei damit beim Kind nichts
00:15:14: passiert.".
00:15:16: Geht auch nicht.
00:15:18: Genau, leider nicht.
00:15:19: Leider!
00:15:20: Aber
00:15:20: mit so einer Mutterheiz würde sich das halt manchmal wünschen.
00:15:22: genau.
00:15:23: aber das ist vielleicht auch genau die Herausforderung da immer wieder zu gucken wie viel braucht mich?
00:15:27: Das geht jetzt wirklich... Wie braucht's auch eine Grenze?
00:15:30: oder wie brauchst du eine Klarheit?
00:15:32: und die Klarheit muss ich erst in mir haben.
00:15:36: Und da hilfest Du, oder?
00:15:40: Also die Frauen, die zu mir kommen, diese meistens schon an dem Punkt du sagst jetzt wird mir so bewusst oh Gott das Kind zieht ja auch bald aus.
00:15:46: Das kann schon noch ein paar Jahre hin sein aber damit ist oft schon so einen Schmerz verbunden und vielleicht auch sogar schon wie eine Trauer, wie so ne Vortrauer.
00:15:54: Und dieser Moment wo man denkt Hilfe was geht es eigentlich weiter in meinem Leben?
00:15:59: Ja und da gibt's ja so Zeichen, wenn ich erinnere mich bei unsere großen Was, dann dass sie plötzlich erst mal klar am Anfang merke meiner Tochter, dann macht sie plötzlich die ganzen Verabredungen selber.
00:16:13: Man ist da überhaupt nicht mehr
00:16:14: drin.".
00:16:16: Dann fragt sie vielleicht noch, haben wir da Zeit?
00:16:17: Kann ich das
00:16:18: machen?".
00:16:18: Aber sie macht es alles die Organisierte selber!
00:16:21: Das ist so der erste Schritt und irgendwann kommt irgendwie vielleicht die erste Liebe dazu... ganz oft woanders.
00:16:28: Oder sind sowieso viel mehr mit Freunden unterwegs und kommen vielleicht beim Familienwochenende nicht mehr.
00:16:33: so, wenn man irgendwie zu tante Onkel irgendwas geht oder zu den Großeltern dann kommt irgendwie vielleicht so dieses ... Kann ich da auch zu Hause bleiben?
00:16:42: Dann
00:16:42: kann ich vielleicht ein paar Freunde einladen und das ist ja irgendwie cooler.
00:16:46: So du merkst, unsere Familie verändert sich gerade.
00:16:51: Also diese Zeit die man selbstverständlich mit den Kindern verbringt ist plötzlich endlich
00:16:58: und
00:16:59: die Jahre oder Tage fühlen sich gezählt an.
00:17:02: Genau, das macht eine wirklich auch unangenehme Mischung ein Gefühl.
00:17:06: Angst, Trauer wird dann noch mal so bewusst, wie habe ich mich da vielleicht auch ein Stück weit verloren in dieser Zeit als Mutter?
00:17:16: Weil zum Beispiel im Job man natürlich pragmatische Entscheidungen getroffen hat...
00:17:22: Familienkompatiblere Entscheidungen.
00:17:23: Genau, zum Beispiel oder vielleicht auch werden noch mal so Wünsche von ganz früher irgendwie bewusster.
00:17:28: Eigentlich hätte ich ja gerne das und das habe es aber gar nicht jetzt vielleicht auch der Familie zur Liebe zurückgestellt, aber hab einfach da für mich an irgendeinem Punkt im Leben entschieden.
00:17:36: Und jetzt ist es so... Jetzt bin ich halt schon ein paar Jahrzehnte auf der Welt.
00:17:42: Wie kann das jetzt eigentlich werden für mich?
00:17:43: Und ich finde es auch so eine Phase, in der also gerade so die Jahre sage ich mal zwischen vierzig und sechzig da gibt's kein richtiges öffentliches Bild davon.
00:17:50: Ja voll überhaupt nicht!
00:17:52: Es fehlt
00:17:52: einfach Komplettnis,
00:17:53: sagen wir auch die ganzen Schauspielerinnen, die überhaupt nicht besetzt werden
00:17:58: in der Zeit.
00:17:59: Und das ist wirklich ein Thema, weil ich finde wenn man so eine Vorstellung vom Leben hat dann ist es oft eher so richtig dieses Ah ja, man gründet ne Familie.
00:18:04: Man hat Kinder und baut vielleicht Hause oder nicht also alles was dafür einen persönlich dran hängt.
00:18:09: Also es gibt sozusagen wie so nen klaren Fahrplan für die Allermeisten natürlich auch.
00:18:12: zum Glück ist es ja nicht mehr so dass man das machen muss aber man muss noch nie.
00:18:15: Aber ähm es gibt wie so n klaren Farbplan damit auch so'n Bild was ich hab vieles lebe und dann gibts wieder dieses in der Rente Da muss man vorsorgen da muss man immer sich kümmern und muss arbeiten damit es dann in der rente stimmt.
00:18:26: Und das ist halt mindestens ein Jahrzehnt, wo wir auch noch wirklich viel Energie haben.
00:18:33: Viel Lust aufs Leben und wo wir ja auch nochmal so die Weichen stellen können damit es ja auch perspektivisch so bleibt.
00:18:38: Dass wir auch im Alter eigentlich für uns Lebenaufbau noch mal fast neu wirklich sagen dass es unser ist
00:18:46: Ja, genau.
00:18:46: Voll!
00:18:47: Und das ist ja der Spannende.
00:18:48: Du hast es gerade eben schon angesprochen, dass wir als Mutter oft in der Phase auch selber im Hormon wechseln sind.
00:18:55: und genauso wie das für unsere Tochter oder für unsere Kinder darauf ankommt jetzt ihren eigenen Weg zu finden, ist dieser Hormonenwechsel für uns genau aus dem gleichen Grund da.
00:19:05: Weil es für uns wirklich noch mal drauf ankommt zu gucken... Wie will ich denn eigentlich die Synapsen neu verkabeln?
00:19:12: Also wo ist mein eigener Fokus?
00:19:15: Was wollte ich?
00:19:16: Was sind meine Träume, was will ich
00:19:17: eigentlich
00:19:18: noch?".
00:19:18: Genau.
00:19:19: Und da diesen Schritt dann zu machen das ist gar nicht so leicht weil wir doch sehr beschäftigt waren und ich finde auch in diese Mutterrolle reinzuwachsen es einfach kostet total viel Energie und wir sind dann halt um zwei, sagen wir mal, achtzehn Jahre wirklich gut beschäftigt gewesen damit und sind auch in so Bahnen gewesen.
00:19:36: und das ist bei den Frauen mit denen ich arbeite ganz oft Thema dass sie dann auch so merken Also ich kann mich gar nicht mal fünf Minuten hinsetzen, weil ich hab immer am Kopf.
00:19:44: Ich muss noch was machen.
00:19:45: also Stichwort Mental Load und selbst wenn ich dann sage auch nie mache ich jetzt mal nicht Dann ist es auch mal erstmal natürlich das abwägen Liege ich mich jetzt bei der Familie an?
00:19:53: Also sag ich jetzt mach ihr ne jetzt deckt ihr aber mal den Tisch.
00:19:57: Ja, wenn man das dann ausprobiert.
00:19:58: Aber man merkt auch wie weder es tut oder wie anstrengend sein kann was das für Energie fordert und gleichzeitig sich aber auch das große Ganze noch mal zu überlegen wo will ich jetzt hin?
00:20:09: Wille ich zum Beispiel beruflich neu anfangen?
00:20:11: da kann die Angst sein vielleicht ist es zu spät Dann gibt's noch die Partnerschaft Dann bleibe ich da mit diesem Mann, dann bin ich auf einmal wieder vierundzwanzig Stunden alleine.
00:20:22: Das ist auch ein ganz wichtiger Punkt!
00:20:26: Wenn die Kinder raus sind, dann ist plötzlich kein... Kein Thema mehr, ne?
00:20:30: Also klar.
00:20:31: Man hat trotzdem immer noch die Themen wo studieren wie geht's denn gerade?
00:20:35: was machen die grade?
00:20:36: aber trotzdem ist das ja nicht mehr Teil des Alltags.
00:20:40: genau man muss sich neu aufstellen in so einer sehr komplexen.
00:20:42: also für jenes ist auch etwas anderes.
00:20:45: eine kämpft vielleicht an der ein bisschen mehr und andere da aber dann oder dir ein oder andere.
00:20:50: Aber dann wirklich sich auch nochmal in Ruhe hinzusetzen und zu sagen okay Was will ich für mich?
00:20:55: dass es einerseits finde ich eine Riesenschance dieser Lebensphase und deswegen liebe ich das auch so diesen Frauen zu arbeiten in der Phase, die da auch das sozusagen ich meine es ist ja auch schon ein Schritt zu sagen okay ich suche mir jetzt Begleitung.
00:21:07: Das ist halt eine riesen Chance aber natürlich auch erst mal eine Konfrontation.
00:21:10: Natürlich!
00:21:11: Und dann aber zu sagen nee aber ich will das weil ich sehe da irgendwie auch bei mir noch... Ich will einfach eine gute Zeit haben oder auch so mein Potenzial nochmal leben oder einfach ich würde es wirklich für mich machen.
00:21:21: Ja
00:21:22: voll schön.
00:21:22: Voll, ich meine's kostet Mut Mit jemandem gemeinsam, einmal zu gucken.
00:21:27: So wie so ein ... Inventar zu machen.
00:21:30: Genau, der erste Schritt so einmal hinzugucken was ist eigentlich alles da und auch zu merken...
00:21:35: Und meistens wahrscheinlich erlebst du das auch so meistens haben wir Mamas eher dass im Kopf eigentlich es da gar nichts.
00:21:42: Da ist viel zu wenig, da ist dazu wenig, ich habe ja viel zu wenige Beruf gemacht, ich hab viel zuwenig für die Kinder.
00:21:47: Hätte ich viel mehr noch machen können.
00:21:49: in der Partnerschaft will ich auch irgendwie immer viel zu weniger Zeit, viel zu Wenig Konzentration oder so und meine Freunde dahin haben dafür habe ich mich auch nicht gekümmert.
00:21:58: Wenn man es
00:21:59: dann mal aufmacht.
00:22:01: Vielleicht sind diese Gedanken nicht so konkrete, aber die Angst darunter ist ja schon oft da.
00:22:05: Jetzt bin ich schon Mitte-vierzig?
00:22:08: Was habe ich denn bisher geschafft?
00:22:11: Und dann ist aber die große Chance zu sehen was ist eigentlich da?
00:22:15: Genau!
00:22:16: Was ist schon da und was hab' ich auch noch einmal zu spüren dass wir das erschaffen haben mit ganz vielen kleinen Punkten.
00:22:24: Das muss jetzt nicht riesig sein, aber wirklich auch mal diese Urkraft zu spühlen dass wir echt cool sind.
00:22:31: Und das gibt natürlich dann auch
00:22:32: für den Anspruch, was die Skills hier eigentlich in dieser ganzen Zeit gelernt haben.
00:22:36: Das finde ich so spannend!
00:22:38: Die Skills, die wir als Mama lernen, die sind ja nicht nur für mich als Mama wichtig.
00:22:43: Die sind für mich auch als Frau in meinem Leben total hilfreich.
00:22:48: und die Skills, wie ich beruflich gelernt habe, die hab' ich ja auch am Start.
00:22:51: Also ich hab' ja in der Lebensphase viel sattere... Wie satteren Koffer an Tools, die ich gesammelt habe.
00:23:00: Ja und das erlebe ich zum Beispiel auch privat.
00:23:02: wenn ich überlege wie sind die Gespräche mit meinen Freundinnen jetzt in den Vierzigern?
00:23:05: Die sind ganz anderer als mit Mitte Dreißig was man ja auch nicht so vorausdehnen kann.
00:23:09: Man denkt halt einfach man wird älter!
00:23:11: Und das finde ich echt auch nochmal für mich noch mal so.
00:23:14: ein Bewusstsein was da wirklich sich so an Lebenserfahrung und schon Lebensweisheit angesammelt hat und die dann frei zu lassen dass kann echt noch mal so einen richtigen Turbo, sage ich mal, zünden.
00:23:25: Ohne dass sich jetzt sage man muss eben auch nicht den großen Wurf machen.
00:23:29: Es geht ja gar nicht darum... Ich
00:23:30: finde das wie so kleine Weltreise
00:23:32: und alles irgendwie nochmal Business und alles nochmal groß.
00:23:36: Das muss es gar nicht sein.
00:23:37: also kann man auch wenn man Lust drauf hat aber oft sind es eher die ganz kleinen Sachen die dann aber große Auswirkungen haben.
00:23:43: Wie gehe ich durch meinen Alltag?
00:23:44: Wie erlebe ich denen?
00:23:47: Vertraue ich auch letztlich einfach meinen Gedanken.
00:23:50: Oder guck da mal kritisch hin, was erzählt mir mein Kopf?
00:23:53: Da eigentlich eben zum Beispiel sagt dieses ständige Ansicht Zweifeln das können Frauen halt noch einmal besser auch also haben wir schon echt gut gut gelernt.
00:24:00: Ja
00:24:01: und es kommt in der Lebensphase.
00:24:02: wenn dann auch nur dann kommen die körperlichen Symptome dazu durch die durch die Piriminopause Und wächst ja dass echt Das kann er auch verunsichern und man ist dann wie so eine
00:24:11: totale Turbo Herausforderung.
00:24:14: Es recht werden dann auch noch diese diese bedingungslose Liebe unserer Kinder nicht mehr so da ist.
00:24:22: Die haben wir vorher voll am Start, wir sind selber mehr in unserem Östurgien also vielmehr in unseren Selbstvertrauen und auch es fällt uns leichter einfach Dinge zu tun für andere.
00:24:32: Es ist auch das Hormon was uns eher aufopferungsbereit macht.
00:24:37: Und wenn dann unser eigenes Nein kommt dann auch das Nein von außen so gespiegelt wird für den Kindern.
00:24:44: Und plötzlich auch diese ganzen Hormonwallungen, die durch unseren Körper gehen, die uns einfach verunsichern natürlich und dann auch noch ... Die Gesellschaft, die Frauen ab vierzig eben nicht mehr widerspiegeln, nicht mehr darstellt aber auch stigmatisiert.
00:25:01: Du bist dann unsichtbar!
00:25:02: Du wirst nicht mehr gesehen du bist ja schon alt, du bist jetzt nicht mehr jung und sexy Alter,
00:25:10: ey!
00:25:10: Und sich dann da zu verorten und wirklich seinen Platz zu suchen.
00:25:14: Während man gleichzeitig schon dieses innere Gefühl hat... Man weiß ja, es ist alles gut.
00:25:20: Das aber auch für sich rauszuholen und zu sagen okay das ist jetzt so.
00:25:25: Ich suche mir hier mal neu meinen Platz in meinem Leben.
00:25:28: Auch erst mal unabhängig von allem was drum herum
00:25:31: ist.
00:25:31: In der Regel wird das dann auch noch schöner mit dazu.
00:25:35: Aber sich diesen Raum zu nehmen und darüber nachzudenken, was in den nächsten Jahren für mich noch drin ist.
00:25:40: Und wie will ich das auch gestalten?
00:25:42: Das erlebe ich als ein total schöner Prozess und bin da echt immer so ganz berührt... ...was selbst kleine Hebel schon verändern können.
00:25:51: Also wirklich so ein... dieses Sich-Selbst-Vertrauen und zum Beispiel spüren... Was man schafft!
00:25:57: Ich hatte eine Kleintin die war in einer Stunde aufgeregt meinte, oh ja ne, sie ist so verpeilt und sie kriegt gar nichts hin und es ist alles immer so.
00:26:03: Und dann, aber so ein bisschen gesprochen habe ich irgendwann gefragt.
00:26:07: Hast du denn schon mal was nicht geschafft?
00:26:09: Ja alles!
00:26:10: Dann hält sie kurz inne und sagt auf einmal so,
00:26:13: nee
00:26:14: eigentlich schaffe ich immer alles.
00:26:16: Das war so...
00:26:18: Oh, es ist so schön.
00:26:20: Ja und das ist wirklich dieses ... Da muss man nicht sagen na ja aber Moment damals kam's noch mal zu spät.
00:26:25: was würde jetzt unser Kopf her schnell mal nochmal mit rein hauen?
00:26:28: Aber nee wir haben wirklich als Mütter Wir leisten halt richtig viel Und das sieht man dann an diesen tollen Kindern die da eben schon ihre eigenständiges Leben aufbauen Die auch wirklich Gesprächspartner sind.
00:26:39: Das war auch noch ein Aharmoment für mich.
00:26:43: Ich kann mich erinnern, ich selber als Jugendliche und auch meine Freundin, wir haben kaum mit der Raxne gesprochen.
00:26:49: Wir haben unsere Themen untereinander ausgemacht oder wir haben es verschwiegen.
00:26:52: Wir waren immer heimlich unterwegs, dass die das nicht merken und immer alles so ein bisschen ...
00:26:56: Weil man ja aber auch ständig das Gefühl hatte, man wird bevormundet?
00:27:00: Oder irgendwie für dumme Ergäre?
00:27:03: Ja, wenn's gar keinen Ärger gab, weil mal eine Drohkulisse ist.
00:27:06: Und das finde ich zum Beispiel auch sehr beeindruckend, dass wenn man mit Jugendlichen spricht hier ... Auch mit einem sprechen.
00:27:13: Ja, es war eine neue Erfaltung
00:27:14: für mich!
00:27:15: Das ist total irre oder?
00:27:16: Die kennen's sogar richtig gut!
00:27:18: Und das ist ja auch dann wieder... Wenn ich jetzt nochmal daran denke dieses Jahr die ziehen irgendwann aus aber wenns gut läuft rufen die mich ja mal regelmäßig an und das ist auch total schön.
00:27:26: Ja voll!
00:27:27: Und da hat sich die Klientin gesagt sie möchte die Frau sein zu der ihre Kinder gern kommen die sich nicht gezwungen fühlen, so wie ich muss
00:27:37: da mal viel Beruf
00:27:38: machen.
00:27:38: Das ist eigentlich
00:27:39: der größte Wunsch
00:27:42: und das ist ja auch für die Mutter viel schöner wenn sie die Frau isst, zu der alle gerne kommen.
00:27:47: Ja natürlich und da fällt mir aber auch gleich ein dass es ja auch die Situation gibt.
00:27:55: also meine Kinder kommen in die Pubertät und sprechen plötzlich gar nicht mehr Also möchten gar nichts mehr erzählen oder möchten jedenfalls mit mir nicht darüber sprechen, obwohl wir vorher doch eigentlich eine total gute Gesprächskultur hatten und ich immer das Gefühl hatte Wir sind doch ehrlich miteinander.
00:28:10: Und ich bin nicht die, die irgendwie ja bestraft oder wertet oder so.
00:28:18: Da ist es einfach noch mal eine ganz andere Herausforderung in dieser Zeit.
00:28:21: Wenn plötzlich so das Schweigen der Lämmer vor dir steht und du gar nicht weißt, was ist denn in dieser Tiefe dieses dunklen
00:28:27: Sees
00:28:28: überhaupt los?
00:28:29: Ich komme gar nicht mehr ran!
00:28:32: Hast du das, erlebst du das auch?
00:28:35: Ja, das ist auch Thema.
00:28:36: Genau es sind oft Phasen und die Frage ist wie viel kann man da ins Vertrauen gehen und sagen okay jetzt braucht das Kind Ruhe wir haben aber die Basis.
00:28:47: natürlich muss man ja immer schon noch ein bisschen gucken ob das dann wirklich alles so läuft oder ob's einfach einen Grund gibt und vielleicht sozusagen das Gespräch anbieten.
00:28:54: Aber ich glaube auch dass da wirklich Vertrauen hilft auch letztlich als Mutter dann sich immer wieder sozusagen auch zu beruhigen und zu gucken, ist alles okay.
00:29:06: Ja was sagt mein Bauchgefühl?
00:29:08: Was braucht es wirklich?
00:29:10: Und dass dieser Abstand das man nicht persönlich nimmt klingt jetzt ein bisschen banal.
00:29:13: also muss man natürlich reingucken auch wo kommt der Schmerz genau her?
00:29:15: oder was genaues ist aber dieses Thema zu sagen dass es einfach jetzt ein Ruhebedürfnis
00:29:22: nicht gibt.
00:29:23: Und ich glaube manchmal ist auch echt wichtig, dass wir als Mama uns da mehr rausnehmen weil wir vielleicht einfach nur zu nah sind und ich sage das immer wieder wie wichtig und wie wertvoll es ist wenn unsere Mädchen erst recht die Mädchen aber auch die Jungs andere Erwachsenen in ihrem Leben haben und andere Frauen für die Mädch'n aber auch andere Männer für die Jungen als der Papa Mit denen sie irgendwas unternehmen.
00:29:50: Patentanten, Patenonkel.
00:29:52: Irgendwer, wer irgendwie Spaß macht?
00:29:55: Wo es einfach überhaupt nicht um irgendwelche was machst du in deinem Leben Themen geht oder wie geht's eigentlich mit dem und dem und der und der oder so.
00:30:02: Mama ist da halt die Weißvieh zu viel.
00:30:07: Und ich bin ja auch sicher dass Mama sich dann wieder Gedanken macht wenn ich irgendetwas erzähle.
00:30:11: also alles was ich sage hat irgendwelchen Auswirkungen auf Mama Seite Und Mama soll mal ihren eigenen Weg gehen.
00:30:19: Ich muss auch meine eigenen Entscheidungen treffen und auch meine eigene Lösungen finden, das ist ja manchmal so schwer auszuhalten.
00:30:26: Dass du denkst scheiße ich muss helfen aber wie kann ich helfen?
00:30:30: Das ist aber genau das was ich jetzt gerade nicht tun darf.
00:30:33: Helfen!
00:30:35: Genau.
00:30:35: Was du am Anfang gesagt hast Pubertät muss auch manchmal weh tun.
00:30:38: Und das auszuhalten, dann ist echt nicht so leicht.
00:30:43: Da kann natürlich sofort auch der Gedanke reinkommen... Das ist doch jetzt auch egoistisch und ich kann doch jetzt nicht eine Rabenmutter sein, mich genau kümmern.
00:30:52: Aber dann ist es eigentlich genau der Schlüssel um den es geht.
00:30:55: Kümmer dich darum, dass deine Kinder andere Erwachsene haben!
00:30:58: Mit denen sie ins Kino gehen, mit denen sie vielleicht sogar einen Wochenende mal ans Meer fahren oder die sie vielleicht unterstützen in der Umgestaltungskinderzimmer.
00:31:07: Vielleicht machst du das als Mama gar nicht!
00:31:11: Was für eine riesige Erlaubnis an dein Kind.
00:31:15: ich vertraue dir?
00:31:16: Du musst mit mir nicht reden.
00:31:18: Ich weiß dass du aber Inseln hast und Menschen mit denen du reden kannst den ich vertrage Und ich geh jetzt mein Weg.
00:31:26: Ich geh jetzt zu Julianne und kümmere mich darum, was ich in meinem Leben mache, wie ich meinen Raum umstrukturieren
00:31:32: will.".
00:31:33: Ja genau!
00:31:33: Wir haben gerade der Gedanke so... Auf der Mütterseite ist natürlich auch so die Frage, inwieweit bin ich noch im Kümmermodus?
00:31:40: Der war ja total wichtig.
00:31:43: Das ist schon hart, dass uns das nicht gezeigt wird, wie wir wieder rauskommen.
00:31:46: Wir selber müssen das machen dieser Arbeit zu sagen, loslassen und freilassen.
00:31:51: Es klingt dramatisch loslassen, es klingt so als ob sie weg sind.
00:31:54: Aber viele ... Sie
00:31:55: fühlt sich manchmal an!
00:31:57: Genau.
00:31:58: Ich kenne viele ältere Frauen, wo die Kinder länger aus dem Haus sind, die sagen, die kommen wieder.
00:32:03: Und
00:32:03: das finde ich auch ein sehr beruhigendes Bild,
00:32:05: dass es
00:32:06: natürlich erst mal dieses Raus in die Welt ist.
00:32:08: Das Rausschubsen aus dem Nest!
00:32:09: Genau.
00:32:10: und auch für die nochmal rausfallen und erstmal gucken, wo bin ich?
00:32:12: Und dann ist natürlich nicht der Blick zurück nach Hause und vielleicht aber auch mit total gutem Rund weil sie wissen, dass wir immer da sind.
00:32:21: Das ist ja auch ein total schönes Zeichen, wenn da diese Selbstständigkeit heißt.
00:32:24: Sie können vertrauen auf so eine Basis?
00:32:27: Total!
00:32:28: Und ich erlebe das ehrlich gesagt auch so oft mit erwachsenen Frauen in der Arbeit beim Herzblutmama Retreat.
00:32:34: Dass dieses Rausfallen aus dem Nest passiert immer wieder.
00:32:39: Also du hast so viele Frauen Mitte dreißig aber auch Mitte vierzig haben immer noch so eine enge Verbindung Oder mit dem Vater, also Vater Seltener.
00:32:49: Aber die Mutter ist einfach immer irgendwie noch ganz schön präsent oder ihr nicht präsend sein isst Präsent so.
00:32:56: Also die Mutter es einfach Thema und es gibt ja im Leben selbst wenn du schon ausgezogen bist immer wieder diesen Moment wo du sagst aha okay irgendwie fühlt sich das gerade nach Ablösung an.
00:33:08: So
00:33:09: heißt
00:33:10: es ja im Gegenschluss Ja auch Die Verbindung ist immer noch da Und die wird bleiben, bis wir als Mutter irgendwann diese Erde verlassen.
00:33:19: Selbst dann ist die Verbindung immer noch
00:33:21: da.
00:33:23: Ja absolut und ich glaube das ist aber auch aus der Mütterperspektive das immer wieder neu zu lernen und diese Ablösungsphasen bewusst zu begehen
00:33:32: ist
00:33:32: total schön und da ist aber oft kein Platz.
00:33:35: oder dann sind auch, finde man verliert auch Mitte firtzig manchmal so ein bisschen... Der Freundeskreis sortiert sich noch mal so neu.
00:33:40: Man hat vielleicht nicht ganz so engen Kontakt mehr zu vielen, ich finde wenn die Kinder jünger sind dann ist da aber ganz viel Wusel und ständig ist man lernt auch mehr auf neue Leute kennen.
00:33:47: Ja und man holt sie ab und spricht mit den Eltern.
00:33:50: Genau, nur ein kurzer Plausch.
00:33:51: an der Tür ist jetzt schon wieder eine Vernetzung.
00:33:54: Und es einerseits sortiert's sich sehr auf gute Weise auch das man schaut wer tut mir noch gut wie weh Aber es ist vielleicht auch nicht mehr diese Tiefe da oder alle sind in dem Schmerz gleichzeitig
00:34:06: Ja, voll.
00:34:07: Und da kann es halt einfach voll gut sein nochmal zu sagen okay was sozusagen vielleicht auch so ein bisschen den Blick wirklich erstmal nach vorne aufzumachen.
00:34:13: und weil ich finde die Herausforderungen so komplex sie sind und teilweise schmerzhaft machen ja dann auch so dass man in diesem Problem so drin bleibt und das würde ich aber auf jeden Fall
00:34:21: sagen... Dass man sich da auch so'n bisschen alleine reingräbt?
00:34:23: Genau!
00:34:24: Ich würd sagen diese Lebensphase ist kein Problem was man jetzt lösen muss oder kein weiteres zu du was man irgendwie abhaken muss sondern nicht.
00:34:30: Ich wünsche mir sehr, dass möglichst viele Frauen das so als eine echte Chance und auch nur ein Teil des Wegs nicht so ein Ende.
00:34:40: Und auch nicht einen totaler Neuanfang, sondern dass sie mit dem was sie haben im Leben weitergehen.
00:34:45: Das noch schöner für sich machen und genießen können und einfach auch Spaß haben!
00:34:50: Total.
00:34:50: Total, das ist so schön, dass du das sagst.
00:34:52: Das ist ja eigentlich eine Phase in der ich noch mal sortiere.
00:34:55: Genau.
00:34:55: In der ich irgendwie Klarheit schaffe.
00:34:57: Was brauche ich eigentlich noch?
00:34:59: Was ist auch was, was sich mir angewöhnt hat, was ich überhaupt nicht mehr will?
00:35:04: Also ich meine jetzt gar nicht auf Sucht oder irgendwas bezogen sondern einfach so Dinge die ich einfach so tue ohne darüber nachzudenken.
00:35:11: So
00:35:12: Ich sage Ja zu einer Verabredung Die mich eigentlich stört die eigentlich Kraft kostet und die irgendwie, wenn ich ganz ehrlich bin etwas aufrecht erhält was sich gar nicht mehr aufrechterhalten will zum Beispiel.
00:35:24: Ja
00:35:25: genau und die Energie die da frei wird kann ich in andere Dinge investieren.
00:35:28: das ist jetzt vielleicht auch ja gut dass es nicht mehr so die Familie ist die so viel abfragt aber dann müssen wir auch erst lernen damit umzugehen dass der zeitfrei wird.
00:35:36: Was mache ich mit dieser Zeit?
00:35:38: Mit dieser freigewordenen Kapazität.
00:35:41: Ja,
00:35:42: und da höchst du mir doch auch ein Wiederes an die Frauen teilweise sagen ich sitze dann zu Hause und warte immer und ich weiß gar nicht, soll ich jetzt noch Essen machen?
00:35:48: Und kommt sie nochmal aus ihrem Zimmer?
00:35:50: oder ist das dann auch so viel?
00:35:52: und dass die gar nicht so die Freiheiten nutzen, weil man doch immer noch in diesem Hab Acht oder man will da sein in dem Moment und es ist natürlich auch mit Teenagern so, dass diese magischen Momente gibt wo mein Sohn irgendwie um zwanzig Uhr dreißig noch mal sagt Und dann...
00:36:08: Wie ist das eigentlich?
00:36:09: Geht noch mal ein Gespräch los.
00:36:11: Was ja auch total schön ist, aber wir dürfen uns davon glaube ich nicht abhängig machen oder sollten es nicht abhängig machen, sondern hier sollten trotzdem sagen okay, wir leben unser Leben und wenn ich da in dem Moment wo er gerade diesen Gesprächsflash hat, nicht dabei, dann ist es so und bei nächster Gelegenheit bin ich wieder da.
00:36:24: Ja genau!
00:36:25: Das ist ein guter Punkt auch.
00:36:27: Das passiert ja meistens dann, wenn man nicht damit rechnet.
00:36:29: Man räumt irgendwie gerade noch die Küche auf oder so und dann gehört man für die Mama!
00:36:35: Der Ergebnis ist ja total schön, ne?
00:36:37: Wenn man da die Energie aufbringt... Und gleichzeitig ist es aber eben nicht, wenn wir immer nur so dann die Wartenden sind.
00:36:43: Ja, und die hoffen
00:36:44: denn auch auf diesen Moment.
00:36:46: Es setzt ja auch für unsere Teenager eine totale Verpflichtung Genau.
00:36:51: Dass sie irgendwie mal denken, nochmals da und der geht vielleicht... Also die fühlt sich alleine, wartet oder bla bla bla.
00:36:57: Das ist auch nicht gut.
00:36:58: Genau für alle Beteiligten?
00:37:00: Ja genau.
00:37:03: Was würdest du denn so sagen was am wichtigsten ist wenn ich dieses Gefühl habe das verändert sich?
00:37:13: Dieses Fenster geht für mich auf meine Tochter oder mein Kind macht sich frei, macht sich immer freier.
00:37:21: Und ich hab aber gar keine Idee was ich jetzt ändern möchte.
00:37:26: Ich bin eigentlich zufrieden in meinem Leben und mit meinem Job.
00:37:29: für meinen Job nicht verändern.
00:37:30: Ja.
00:37:30: – Ich bin da auch irgendwo angekommen wo ich jetzt auch irgendwie gerne in die Breite gehen möchte.
00:37:35: Aber irgendwie ist da trotzdem diese Lehre.
00:37:37: ja.
00:37:38: Also ich glaube erst mal kann es schon gut sein das auch ernst zu nehmen und nicht zu sagen Jetzt bin ich irgendwie also sich nicht so problematisieren dass man das dass man jetzt einfach mal an dieser in dieser Komplexität auch irgendwie festhängt ein Stück weit und das halt auch erst mal doof findet.
00:37:52: Also, dass es unangenehm ist und da wirklich Sachen drin stecken die man erstmal verarbeiten muss.
00:37:58: Und gleichzeitig vielleicht so ein Stück weiter zu gucken was für mich ist?
00:38:04: Was macht mir Freude und sich daran wiederzuerinnern?
00:38:07: Was war es vielleicht mal früher?
00:38:09: Das kann ein ganz simples Hobby sein oder wo man sagt ach nee der war nie Zeit dafür um das einfach auszuprobieren.
00:38:17: Und wenn dann noch mal so ganz große Träume sind und man aber sagt, die geht jetzt nicht weil.
00:38:23: Die dann doch vielleicht nochmal sofort zu holen und sich nochmal anzugucken was genau war das denn?
00:38:27: Was mich daran so angezündet hat.
00:38:30: also warum wollte ich die Weltreise machen?
00:38:32: oder warum wollte
00:38:34: Mit Islandferden durch Islandreiten.
00:38:36: Genau, was hat mich da... Erstens ist das vielleicht doch möglich?
00:38:39: Wenn auch nicht jetzt dann irgendwie in ein paar Jahren also gerade wenn die Kinder noch da sind.
00:38:42: Aber ich kann es zielend so zu sagen.
00:38:43: Genau weil grade wenn die Kindern noch da sein sagt man oft nie erst wenn die ausgezogen sind dann und ich glaube aber dass wenn man dann wartet und dann quasi so
00:38:51: Eigentlich
00:38:52: ist es auch schön, die Weichen zu stellen.
00:38:54: Den weißt du nicht, wann sie wirklich ausziehen?
00:38:56: Das kommt noch dazu.
00:38:57: Wenn wir in Berlin sind
00:38:59: oder
00:38:59: wobei in anderen Städten auch.
00:39:01: Aber das ist ja nicht mehr so okay ich nehme mir ein WG-Zimmer sehr easy billig sondern
00:39:07: Genau, da würde ich auch mal sagen mach's trotzdem.
00:39:09: Oder Planes halt?
00:39:10: Dann kann man sich ja schon darauf freuen
00:39:12: und das ist natürlich auch ein Riesenvertrauen in was ich meinem Teenager gebe wenn ich sage Ich bin für zwei Monate weg so du hast diese Wohnung aber Du hast auch die Verantwortung.
00:39:22: So und gerade mit Achtzehn neunzehn Ist es eigentlich möglich auf jeden Fall
00:39:28: genau Und der wäre auch für beide eine spannende Sache wie ist das Wie schaffen wir das auch Ja und da im Gespräch zu bleiben und zu gucken auch aus der Sicht des Kindes, ist das total schön zu sehen.
00:39:40: Mama macht was oder meine Eltern machen etwas, was denen gefällt?
00:39:45: Ich weiß noch, meine Eltern haben letztes Jahr das erste Mal... Gut die haben auch andere Dinge, die sie so zusammenmachen aber das ist dann immer mit irgendeiner anderen Gesellschaft zusammen oder so.
00:39:54: Die haben jetzt letztes ja das erste mal einfach einen kleinen Wohnwagen hinten als Auto geschnallt und sind einfach losgefallen ins Blaue, nur zu zweit mit dem Hund!
00:40:03: Und ich weiß noch, wie wir als Geschwistern ... Ich bin Anfang vierzig.
00:40:07: Meine Brüder sind älter als ich so.
00:40:09: Wir waren alle so... Wie cool!
00:40:13: Wie cool
00:40:14: ist die das machen?
00:40:14: Obwohl das ja gar nichts mit unserem Alltag ändert.
00:40:18: Aber es war so ... Wir haben uns so gefreut dass unsere Eltern diese Zeit für sich selbst nehmen und das ist ja vorher auch.
00:40:27: Das mache ich mehr als Teenager wenn ich merke, meine Eltern sind glücklich
00:40:32: Ja, der Fokus ist da nicht so drauf.
00:40:33: Aber wenn sie nehmen das ja trotzdem alles wahr und die lernen ja auch von allem was wir tun.
00:40:37: Total.
00:40:38: Auch in dieser Zeit noch.
00:40:39: Ja
00:40:39: natürlich.
00:40:39: Und daher sind sozusagen... Also ist es auch wieder ein Geschenk eigentlich an dein Kind, wenn du dafür sagst dass du glücklich bist?
00:40:45: Voll.
00:40:46: Und genau, das kann halt super auch herausfordernd sein weil man dann am Anfang... Du hast gefragt wie ist das, wie gehe ich mit dieser Lehre um auch die einfach zu akzeptieren?
00:40:53: erstmal ist glaube ich schon ein wichtiger erster schritt und nicht so sagen ok jetzt muss sich aber noch mal ganz was ganz tolles
00:40:59: ja und dem auch zeit zu geben.
00:41:01: oder weil wenn ich wenn ich merke oh ist es eine leere lange weile wir sagen das an den kindern ja immer so langeweile ist dummheit oder langeweiles faulheit oder langweil ist ne chance.
00:41:14: und dann sitzen wir plötzlich da und die familie ist also die kinder sind nicht da und wir haben eine zeit.
00:41:21: Mein Partner sagte immer, ich würde nie im Leben hätt' ich langeweilig.
00:41:23: Ich hätte so viele Projekte die ich dann machen würde.
00:41:26: So eine Digitare spielen oder was auch immer.
00:41:29: Aber ich glaube bei mir wird es schon so dass ich erst mal denke Oder war's vielleicht sogar schon mit den großen so Dass sich so denke okay Was mache jetzt damit?
00:41:37: und das aber zu erlauben dem zeit zu geben Und nicht sofort zu sagen Okay Dann kann ich ja die anrufen und die Anrufen Und jetzt kann ich da hin Jetzt kann ich das machen Ist wieder komplett dicht organisiert Der Tagesablauf um diese Lehre zu
00:41:52: füllen.
00:41:52: Genau,
00:41:53: genau!
00:41:54: Und das sind ja auch oft... Das kann man halt im Coaching gut gucken.
00:41:56: was sind dafür?
00:41:56: Gedanken die da in der Ablaufen so automatisch als wäre dass alles jetzt ganz dringend nötig oder also so ganz?
00:42:02: da stecken oft so Mechanismen dahinter die wir irgendwann mal in der Vergangenheit gelernt haben und die jetzt automatisch abgerufen werden.
00:42:08: und draußen wenn sich die Lebenssituation ändert werden sie aber nochmal also halten die uns halt davon ab das zu machen was uns einfach gut tut.
00:42:16: es muss ja auch nicht.
00:42:20: Ich bin jetzt auch nicht so sehr gut, da muss man nicht in eine Richtung Selbstoptimierung.
00:42:25: Sondern einfach wirklich ganz simpel was tut mir gut?
00:42:28: Was macht mir Freude?
00:42:29: Wo komme ich zur Ruhe und wo kann ich
00:42:32: vielleicht
00:42:32: einen schönen Tag genießen?
00:42:33: Ja, schönen tag genießen aber manchmal genießt man diese Zeit ja nicht.
00:42:37: Genau weil man eben immer in diesem Hassel ist.
00:42:40: Genau entweder Hassel und aber auch die Angst wenn dieser Hassel ähnere Hassel das woran ich mich zwanzig Jahre gewöhnt habe leise wird Weil dann passiert ja, was ich nicht kontrollieren kann.
00:42:54: Dann könnte es auch sein, dass einfach eine Sehnsucht in mir hochkommt oder eine Traurigkeit noch mal in mich hoch kommt und ein anderes Gefühl von verpassten Dingen, die ich vielleicht denke nie wieder erleben zu können.
00:43:05: Aber da wird's genau spannend, wenn diese Gefühle hochkommen.
00:43:09: Und wenn ich mir diesen Raum erlaube das Nichts... Was eigentlich die Periode immer wieder ... bietet.
00:43:17: Die Periode bietet dir immer wieder die Chance, einmal in die Ruhe und in die Stille zu gehen um diese Gefühle mal zu fühlen wie die gerade nur von den letzten drei vier Wochen aufgesammelt wurden.
00:43:30: Und das mal kurz zu integrieren mal kurz aber das zu integieren vielleicht aufzuschreiben oder loszuwerden.
00:43:37: und dieser Moment gerade wenn wir so in die Menopause kommen wechseljahre kommen und dann auch noch das Leben sich so verändert in der Reihenform von uns verlangt.
00:43:49: Und es ist so leicht, in unserer Welt die so viele Angebote hat da einfach drüber wegzugehen.
00:43:54: Aber dann holt uns das vielleicht ein paar Jahre später wieder ein wo es dann plötzlich halt.
00:44:00: jetzt bin ich aber schon sechzig und was mache ich denn jetzt?
00:44:04: Jetzt habe ich ja gar nicht mehr die Kraft dafür hätte ich das doch mal gemacht als ich Mitte vierzig war.
00:44:11: Ich glaube, wir unterschätzen auch das, was da noch kommt.
00:44:14: Man hat ja das Gefühl ... Ich finde es nicht witzig, aber eine Mischung, man ist schon alt und quatscht.
00:44:20: Es ist die Lebensmitte.
00:44:22: Das heißt, wenn man jetzt ... Denkt doch mal so viel!
00:44:24: Die Kindheit, das Erwachsenenalter war bisher noch gar nicht so viel.
00:44:28: Und viele ältere Menschen sind in den Achtziger- und Neunzigern, berichten von echt hohen Lebensqualitäten.
00:44:36: Total, total.
00:44:38: Da ist ganz viel Zeit.
00:44:41: Ganz viel Zeit für so viele tolle Möglichkeiten.
00:44:44: Genau,
00:44:45: und das macht halt auch was für den Geist einfach diesen Raum offen zu lassen und dass sozusagen schon auch erst mal eben nicht so denke ich jetzt ist alles vorbei.
00:44:52: Ich meine auf unsere Lebensspanne bezogen ist dieses Kinderhaben je nachdem wieviel man hat.
00:44:57: aber sage ich mal zwanzig fünfundzwanzig Jahre
00:44:59: Das ist
00:44:59: ja gar nicht so viel.
00:45:01: Und das ist super schön wenn wir es erleben dürfen wenn wir's wollen
00:45:06: Das ist super prägsam.
00:45:08: Ein Prägend?
00:45:08: Genau, aber unser Leben hat eigentlich noch ganz viel mehr Zeit.
00:45:11: und wie gesagt dir auch da gibt es keine richtige Blaupause so wie dann machst du das oder es gibt halt nur dieses Bild von den Rentnern die deinen Kreuzfahrten machen und wer das mal machen will super gerne.
00:45:23: Aber das ist wirklich an uns dass auch für uns sozusagen aufzubauen und sonst überlegen okay wie wollen wir das
00:45:27: machen?
00:45:28: ja total Voll.
00:45:30: Ich hab eine Freundin, die hatte immer den Traum und den Wunsch irgendwann mal auf Mallorca zu leben.
00:45:36: Und sie hat natürlich Berlin etabliert.
00:45:39: Alle Freunde sind in Berlin.
00:45:41: Auch die Kinder haben hier Freunde.
00:45:44: Jetzt hat die letzte Tochter abitur gemacht.
00:45:48: In dem Moment wo die das Abitur hatten, haben die Eltern wirklich entschieden, wir machen es
00:45:53: jetzt.
00:45:53: Wir ziehen nach Mallorco.
00:45:54: Das finde ich so ... Das finde ich so bewundernswert, dass sie genau diese Lebensphase diesen Traum wirklich ernst genommen haben.
00:46:04: Und für die Kinder mega!
00:46:06: Die haben die Wohnung sozusagen übernommen und da jetzt eine WG und wissen auch ihre Eltern haben das gemacht, wovon sie geträumt haben?
00:46:14: Was ist denn bitte für eine geniale Information für mich als Jugendliche?
00:46:21: Ich kann jetzt auch Träume haben... sofort umsetzen, aber ich habe in meinem ganzen Leben noch Zeit diese Träume umzusetzen.
00:46:32: Das war eine geniale Nachricht, Message an unsere Teenager.
00:46:36: Weil es ja da erst mal auch am Anfang dieses eigenen Lebens, diesen erwachsenen Lebens auch ... Du kannst so viel machen und dann musst du dich für irgendwas entscheiden!
00:46:46: Und dann fühlt es sich immer so anders wenn du dich auch gegen etwas anderes entscheidest.
00:46:50: Ja.
00:46:51: Und dann zu sehen, haha aber ich habe in meinem Leben immer wieder neue Möglichkeiten.
00:46:58: Und auch zu sehen, genau es hat vielleicht alles seine Zeit.
00:47:00: Das ist so ein Spruch aber stimmt vielleicht gar nicht so, sondern man kann auch in jedem Alter bestimmte Dinge machen und selbst wenn natürlich gibt's manchmal Einschränkungen, gerade gesundheitlich oder wie immer, das ist viel mehr möglich als wir aufdenken Genau.
00:47:16: Den Kindern gegenüber noch mal so ein Signal und aber auch sich selbst gegenüber, sozusagen einfach nochmal zu beweisen was geht und Neues zu lernen und sich auf neue Kultur einzulassen zum Beispiel ist ja auch super spannend Ja
00:47:26: total man lernt so viel über seine eigene Kultur auch.
00:47:29: Ja absolut.
00:47:32: Was würdest du sagen wenn also heißt du das öfter auch dass Du mit also du begleitest hauptsächlich Frauen?
00:47:38: Ja genau Also dass du Frauen bei dir hast die irgendwelchen Verpflichtungen drin
00:47:43: stecken
00:47:45: diese Freiheit eben nicht möglich machen.
00:47:48: Dass die Verpflichtung sonderart, ja?
00:47:51: Also das kann sein dass sie ihre Eltern pflegen müssen oder im Job nicht raus können oder aber auch das Gefühl haben Sie können irgendwo nicht raus.
00:48:02: Also klar genau ich denke auf diese Verantwortung die wir da im Laufe eines Mütterlebens sammeln oder einfach in jedem Leben gibt es sehr viele Verantwortungen.
00:48:09: Da gibt's definitiv Situationen Und ich glaube, genau das kann man auch nicht schönreden.
00:48:13: Da kann man ja auch nicht und man will es ja auch in dem Moment nicht.
00:48:16: Man wird jetzt wahrscheinlich ähnlich auswandern wenn die Eltern gerade pflegwürdig sind oder man sehr engkontakt
00:48:20: haben will?
00:48:21: Das ist halt... Es wird mir eigentlich immer mehr bewusst so in den letzten Jahren dass das einfach krass ist, wenn die eigenen Kinder groß werden und dir eigentlich so aus dem Haus gehen, dass es ganz oft bei vielen so ist, dass genau in diesem Moment aber die Eltern langsam wirklich Pflege brauchen und du eigentlich so in dieser Support-Situation deiner Kinder
00:48:40: direkt
00:48:41: in die andere Support-Situation rutscht.
00:48:43: Bist du dann irgendwann vielleicht selber Support brauchst?
00:48:45: Ja, ja
00:48:47: und da denke ich kann man echt nochmal sich so genau angucken was es ist.
00:48:50: wie viel will ich da wirklich geben?
00:48:52: auch aus meinem Herzen heraus eben nicht aus vielleicht Verpflichtung.
00:48:55: also wo sind da eben diese Gefühle dass ich das Gefühl habe oder wo sind diese Gedanken?
00:48:59: das Gefühl hab ich muss das jetzt machen
00:49:02: Was für Möglichkeit
00:49:03: gibt es da?
00:49:04: Gibt es um eine Balance zu finden, was eben nicht heißt.
00:49:07: Ich mach's dann gar nicht.
00:49:08: aber wie kann man doch einen guten Weg finden auch wirklich nochmal dass ist vielleicht auch so diese Lebensmitte also die Chancenerlebensmitte sich selber wirklich ernst
00:49:16: zu nehmen
00:49:17: Also wirklich zu gucken Du mit deinen Bedürfnissen und Deinen Zielen und eben dieses Grenzen setzen, jetzt wirklich noch mal zu lernen.
00:49:24: Ja!
00:49:25: Und da spielt eigentlich unsere Wechseljahre spielen ja total mit rein.
00:49:28: Weil dieses People Pleaser Hormon Ostrogen einfach weniger wird.
00:49:32: Genau.
00:49:33: Und wir plötzlich merken nein stimmt eigentlich
00:49:35: nicht
00:49:35: das will ich nicht und da nicht diesen Gedanken zu machen den wir so über Generationen Tausende von Jahren erst recht, wie Frauen gelernt haben.
00:49:45: Geht aber nicht anders.
00:49:46: Musst du durch
00:49:47: so
00:49:48: ne?
00:49:48: Wenn du dich jetzt auflehnt... Gnade dir Gott!
00:49:52: Das
00:49:54: ist auch noch mal spannend.
00:49:55: genau das eigentlich der Körper was macht sozusagen dir sagt also die Signale gibt es jetzt.
00:50:01: ich gebe dir die Anschub auch um zu sagen hier mal grenzen und der Kopfhör aber mitkommen muss.
00:50:07: Und auch das Umfeld natürlich, ich meine es ist dann immer ein Aushandeln.
00:50:11: bei all den Entscheidungen die ich treffe sind in der Regel jetzt einfach mehr Menschen beteiligt, mit denen ich das zumindest besprechen muss vielleicht.
00:50:17: Aber
00:50:18: da keine Angst zu haben und zu sagen nee, aber ich mach's auf jeden Fall trotzdem weils mir so wichtig ist und weil's auch letztlich alle davon profitieren.
00:50:25: zum Beispiel ist eigentlich der Kaputt also wirklich auch... Ich mein wenn man sich nach Mallorca auswandere öfter reisen, um meine Kinder zu sehen.
00:50:34: Natürlich wir zahlen immer einen gewissen Preis dafür aber das auch noch mal so für sich zu sehen okay welchen der andere preis ist nicht zu versuchen das ist aber wirklich
00:50:45: ja genau und dass wirklich für sich selbst gut abzuwägen.
00:50:49: in solchen momenten ist es total gut wenn man eine begleitung hat weil man einmal kurz abchecken kann ist jetzt ein Glaubenssatz den ich gelernt habe der mir eigentlich nicht hilft oder ist das meine innere stimme?
00:51:02: Manchmal bin ich da selber so betriebsblind darin.
00:51:05: Das ist total Gutes, wenn jemand mal kurz mit reinguckt und das Inventar anguckt.
00:51:10: Was ist eigentlich da?
00:51:12: Wo sind vielleicht schon manche Wünsche entstanden?
00:51:14: Und wo sind auch die Möglichkeiten dafür entstanden, das zu machen?
00:51:18: Manchmal fühlt sich das ein bisschen ... Wenn man sagt, ja, dann kannst du deine Wünschen erfüllen.
00:51:24: Viele können sich in dem Moment diese Wünsch gar nicht erfülle.
00:51:27: Aber es ist so schön.
00:51:28: was du auch sagst Vielleicht geht es gar nicht um was ganz Großes.
00:51:32: Genau.
00:51:33: Vielleicht geht das auch einfach, um etwas ganz Banales, was für mich durchaus möglich ist
00:51:39: und was dann sich sehr groß anfühlen kann weil's so eine Freiheit gibt?
00:51:42: Genau!
00:51:43: Gut dass ich jetzt natürlich auch mit finanziellen Mitteln verbunden habe.
00:51:48: aber wenn ich zum Beispiel mein ganzes Leben immer gesagt hab Ich kann nicht Auto fahren oder so.
00:51:53: Und ich hab keinen Führerschein weil ich kann nicht Autofahren.
00:51:57: Ich
00:51:59: nehme jetzt das Ersparte, was ich irgendwo noch hab und mach meinen Führerschein.
00:52:04: Und ich fahr mit meinem Auto durch die Gegend oder ich nehm mir einen Miles oder ich nehme irgendeine Auto und fahre damit durch die gegend.
00:52:10: Klar ist es mit Kosten verbunden so aber vielleicht ist auch ein Paddelboot was ich mir kaufe weil ich das unbedingt einfach mal haben wollte und das geholt mich irgendwie gebraucht und über kleinern zeigen.
00:52:20: und dann habe ich dieses Boot und kann mit dem auf irgendeinen See
00:52:24: Genau.
00:52:25: Und da ist einfach nur dieser Mindfuck, den man ja manchmal hat ... der einen einfach die Möglichkeiten nicht sehen lässt und da hilft es so.
00:52:36: Dann geht das ja nicht darum, dass du irgendwie sagst, aber das hast du nicht gemacht!
00:52:39: Und Altersvorwörter, das wirst du nicht?
00:52:40: Das ist nicht die Begleitung, die man bekommt, aber es ist komisch, dass man sich das die ganze Zeit denkt.
00:52:47: Also kann ich mir vorstellen diese Sachen, die dann so reinkriegen wie darf ich das?
00:52:51: Noch mal wirklich zu fragen Sag du selbst, darfst du das?
00:52:54: Und dann kommt er meistens.
00:52:55: Er kennt es ja stimmt aber fühlt sich erst mal.
00:52:57: und wenn man da ein guckt was ist dass was passiert jetzt genau welche welche Überzeugungen der Eltern der Gesellschaft von Familie spielen da so mit uns mit?
00:53:07: Wir haben kaum Menschen, mit denen wir das besprechen können.
00:53:10: Selbst die beste Freundin, wenn ich nach Mallorca auswande, sagt sie vielleicht auch, nie machen wir lieber nichts.
00:53:16: Weil sie Angst hat oder weil sie traurig ist, wenn nicht weg bin?
00:53:19: Es kann wirklich gut sein da so einen neutralen Raum zu finden.
00:53:23: Voll!
00:53:23: Weil sonst sind alle mit dem System drin.
00:53:26: Manchmal muss man ja ein bisschen Kraft sammeln für die Entscheidung, die man gefunden hat.
00:53:31: Also, wie kommuniziere ich das so?
00:53:34: Genau.
00:53:35: Uns hängt viel dran und es ist aber auch ... Ich find's schön, dass man ja Zeit hat.
00:53:40: Es muss nicht sofort alles passieren.
00:53:42: Aber manchmal gehts dann doch viel schneller als ich.
00:53:45: Die schnell sich Sachen drehen und die Frauen plötzlich sagen, jetzt hab' ich's gemacht!
00:53:48: Ich bin jetzt hier
00:53:49: einfach
00:53:49: gekündigt oder so.
00:53:50: Und momentan denkt Ruhr auch cool.
00:53:53: Dass da auch jemand mitfeiert und guckt okay wir sind jetzt die nächsten Schritte.
00:53:58: was passiert da?
00:54:01: Das ist echt sehr, sehr wertvoll.
00:54:04: Ja!
00:54:04: Mir fällt ja gleich gerade nochmal so ein anderes noch kleineres... Ich habe eben mit dem Boot das gesagt irgendwie.
00:54:10: Irgendwie arbeitet dieser Gedanke doch in mir manchmal.
00:54:13: Gibt es gerne Boot haben?
00:54:14: Ja, ich liebe es gut.
00:54:16: Der Boot ist toll oder?
00:54:17: Ja richtig toll.
00:54:20: Aber ich kann immer ein Bote ganz gut leihen, das ist ganz gut.
00:54:23: Ich habe so in der Familie Menschen, die haben Bote und dass es im Moment meine Freiheit ist, mich darum nicht
00:54:27: zu kommen.
00:54:28: Ja cool!
00:54:29: Ja aber das zum Beispiel genau einen Botlein für den Wochenende?
00:54:31: Ja
00:54:32: genau, das auch eine Freiheit.
00:54:35: Aber ich dachte gerade auch manchmal gibt es das ja tatsächlich, dass man so Dinge in sich trägt, die man nicht ausgesprochen hat.
00:54:44: Manche sind gut.
00:54:48: Das sind Geheimnisse, die sind gut und manche Geheimnissen, da nimmt man aber auch andere in Schutz.
00:54:55: Und die kosten unfassbar viel Energie.
00:54:59: Manchmal könnte das auch in dieser Lebensphase sein, dass diese Herde oder diese Geheimlisse, die man so in sich trägt, sich zeigen und sagen es ist jetzt wirklich an der Zeit ... Dass du dem Menschen, wo das hingehört, konfrontierst.
00:55:16: Oder dass du etwas sagst was du vielleicht für dich einfach beschämt gefunden hast oder was du in irgendeiner Weise bewertet hast, dass du Menschen das sagst und dass du dir erlaubst so da zu sein.
00:55:29: Das kostet gar nichts aber es macht einen
00:55:32: riesen, riesen
00:55:33: Unterschied für deine Energie, für deine Erlaubnis für dich selbst!
00:55:39: Genau, erlebe ich tatsächlich auch öfter.
00:55:40: Und dann so dieses vorsichtig mal antasten und das einmal auszusprechen wird zu einer neutralen Person wie mir und dann eine gemeinsame Strategie auch zu entwickeln.
00:55:48: Ja.
00:55:49: Und erstmal wahrscheinlich damit da zu sein?
00:55:51: Ja.
00:55:51: Damit da sein zu dürfen.
00:55:53: Wow!
00:55:53: Du hast es ausgesprochen.
00:55:54: Genau.
00:55:55: Und dass ist eigentlich auch meistens den Effekt, dass es war viel leichter als man gedacht hat.
00:55:59: Gleichzeitig aber auch zu sagen okay was also da auch diese Freiheit zu spüren die Lass, die man damit ablegt.
00:56:07: in unserem Frauenleben mit so vielen Themen und auch mit Mutterschaft.
00:56:12: Dass viele sich auch noch mal Vorwürfe machen, habe ich das wirklich gut gemacht?
00:56:14: Und hätte ich nicht so... Auch da sozusagen welche Entscheidungen hab' ich für die Kinder getroffen?
00:56:18: und dann nochmal so zu gucken wie ist es wirklich?
00:56:23: Also wenn deine Kinder mit dir reden oder nicht?
00:56:26: also auch sozusagen wenn da ein Vertrauen da ist, dann hast du wahrscheinlich schon sehr viel richtig gemacht.
00:56:30: Ja voll!
00:56:30: Und das nochmal wahrzunehmen und auch wirklich nochmal zu sagen okay ist
00:56:32: erstmal alles gut ja
00:56:35: ist
00:56:35: oft
00:56:35: noch mal ein größerer Schritt, als man so denkt.
00:56:37: Selbst wenn wir durchs Leben denken nach ja läuft irgendwie alles.
00:56:39: aber sich dann nochmal hinzusetzen und zu sagen Puh naja was da doch hoch kommt ist habe ich eigentlich keine Ahnung.
00:56:45: hab ich früher zu viel gearbeitet?
00:56:47: Jetzt bereue ich das vielleicht auch in dieser Teenager-Zeit.
00:56:50: Hätte ich mir früher mehr Zeit genommen, kann man ja zum Beispiel gucken okay aber wie viel Zeit nimmst du dir jetzt?
00:56:54: Wo sind eure Andockpunkte?
00:56:56: welche Rituale kannst du schaffen um da auch jetzt schon vielleicht was zu haben wo du sagst das bleibt auch in euch wo du auch andocken kannst und weißt ok einmal die Woche einmal im Jahr mache ich mit meiner Tochter einen Wochenendtrip?
00:57:08: Ja!
00:57:09: Zum Beispiel Ja voll Und
00:57:10: dann hat sie vielleicht auch Lust darauf dass in Zukunft weiterzuführen.
00:57:13: Ja, das sage ich auch immer wieder.
00:57:15: Dass es so wertvoll ist, gerade am Anfang der Pubertät, wenn es erst richtig losgeht einen Anker zu etablieren, dass du sagst, wenn wir das schaffen einmal im Monat, das zu tun ist natürlich das Idealste.
00:57:28: aber wenn wir es schaffen, es dreimal im Jahr zu machen dann ist das auch gut oder einmal im Jahr ein Wochenende.
00:57:33: Aber wo Mama und Tochter sich wirklich den Kalender vornehmen Da haben wir Zeit, das ist unsere Zeit.
00:57:40: Die schreiben wir da rein und die wird auch nicht verhandelt.
00:57:44: Wenn da irgendwas reinrutscht oder was nicht ver handelbar ist, dann verschieben wir es aber
00:57:50: sofort.
00:57:51: Wir
00:57:52: machen das so.
00:57:55: Das ist einfach ein Beweis dafür, dass deine Tochter dir wichtig
00:57:59: ist.".
00:58:00: Das ist der größte Liebesbeweis überhaupt, dass du deinen Kalender aufmarsst und sie darin einplanst.
00:58:07: Und dann was ihr darin macht, das ist eigentlich sekundär.
00:58:11: Stimmt!
00:58:12: Ob da muss es jetzt nichts bombastisches sein?
00:58:14: Genau, das kann einfach sein.
00:58:15: wir sind den ganzen Tag im Schlafanzug und machen uns die geilsten Sachen in der Küche fertig und setzen uns und gucken unsere Serie.
00:58:21: Aber es kann auch sein, dass das ein Trip nach Paris ist.
00:58:26: So... Also whatever!
00:58:27: Was ist möglich?
00:58:28: Aber diese Zeit, das ist unsere und da kriege ich sofort Gänsehaut.
00:58:33: Das ist das was für meine Tochter und mich einfach Nahrung ist für unsere Beziehungen.
00:58:40: Und das ist auch das, was bleibt danach.
00:58:42: Diese Zeit wir können Zeit miteinander verbringen und in dieser Zeit geht es nicht darum irgendwelche Probleme aufzudecken und zu lösen, sondern es geht darum Zeit miteinander zu verlegen.
00:58:52: Wo bist du gerade?
00:58:53: Wie geht's dir grade?
00:58:54: Gehts mir grad?
00:58:55: Wie finden wir das was sie tun?
00:58:57: Wo bist Du grade?
00:58:58: Ist ja auch manchmal ein bisschen anstrengend mit den Teenagern.
00:59:01: Na und wie geht´s?
00:59:06: Ja genau diese Zeit sich zu nehmen aus dem Alltag raus für beide und das so bewusst zu etablieren, auch als ein Ritual.
00:59:13: Was dann ja beide so gut finden, dass sie es in der Regel aufrechterhalten wollen oder selbst sonst hat man die Erinnerung daran, dass man das gemacht hat.
00:59:19: Ja voll!
00:59:20: Und jetzt kann man ja auch immer wachsenden Alter noch machen.
00:59:22: Dass man sagt okay ich mache eine Mama-Tochter-Date Ich ruf meine Mama an und wir machen irgendwas
00:59:27: mit ihm da.
00:59:28: Und gerade dieses Signal auch sowohl ich als Mutter nehme mir die Zeit um Dinge zu machen, die mir wichtig sind Mit Menschen, die ich liebe Als auch dieses gemeinsame...
00:59:39: Voll.
00:59:41: Und da wird auch wieder so klar, wir haben das ja auch ... meine Großeltern-Generationen, die dann immer so Freizeit ist nebensächlich.
00:59:48: Freizeitschein zu machen wenn du fertig
00:59:50: bist.
00:59:51: In der Rente?
00:59:51: Genau.
00:59:52: Wann bist du fertig?
00:59:54: Gibt den Punkt nicht wo du fertigst.
00:59:55: Deswegen muss man einfach planen.
00:59:59: Das
01:00:00: sage ich auch mal was nicht geplant wird passiert auch nicht und ich meine wer... Wir sind ja Meisterinnen im Plan als Mütter in der Regel.
01:00:06: also wir haben es ja wirklich voll trainiert.
01:00:09: Und deswegen ist es auch total schön zu sagen, ich planen wirklich mal bewusst sowohl Zeit für mich alleine als auch mit den Menschen und den Kindern dem Mann
01:00:17: wo ich
01:00:17: sie gerne investieren möchte.
01:00:19: Ja.
01:00:20: Ich finde auch wenn man was plant hat man ja auch so ein bisschen kann man ja bestimmen auch mitbestimmen stärker nochmal.
01:00:25: Es ist eigentlich auch total Schön zu sagen okay ich gehe gerne in das Restaurant essen dann los
01:00:30: lass uns dann
01:00:30: tisch reservieren.
01:00:31: Ja
01:00:31: voll!
01:00:32: Total.
01:00:34: Mir fällt eine Frage eigentlich, die ich gerne fragen möchte.
01:00:36: Vielleicht ist sie ein bisschen persönlich?
01:00:38: Aber du schaust einfach mal!
01:00:40: Ich weiß ja dass du Kinder hast, die auch schon so Richtung Verabschiedung gehen oder Richtung Freilassen gehen.
01:00:48: und gibt es da was wo du weißt ohja da freue ich mich drauf.
01:00:53: das ist das ist so das wo ich mich ausdehnen möchte oder wo ich mit Zeit für mich nehmen möchte.
01:00:59: gibt es also konkrete Ideen
01:01:02: für mich persönlich was ich dann machen will, wenn die sturmfrei
01:01:05: ist.
01:01:07: Also es ist schon so dass... Ich mag meinen Beruf sehr gern und da weiß ich schon, da wird mehr Raum dafür sein, mehr Zeit.
01:01:15: Der ist ja jetzt auch gerade erst richtig entstanden in dieser neue Bereich.
01:01:21: Ist
01:01:21: doch nicht so sehr alt.
01:01:24: Früher habe ich als Texterin Journalistin gearbeitet und hab mich umorientiert, habe sozusagen eine neue Bruflichtperspektive geschaffen und das auch ganz bewusst Unter diesem Gesichtspunkt, dass mir immer klar war.
01:01:35: Ich will mein Leben lange intensiv gestalten.
01:01:40: Du willst dein Buch schreiben?
01:01:42: Dein Lebensbuch
01:01:43: schreiben!
01:01:44: Genau und das ist eben... Mir war das schon sehr früh bewusst auch für mich persönlich.
01:01:48: mit des Mutterschafts.
01:01:49: ein total schöner und wichtiger Teil meines Lebens ist aber nicht alles bestimmt.
01:01:54: Für eine Zeit lang gut auf gute Weise.
01:01:56: Aber ich hatte einerseits die Sorge schon sehr frühe.
01:01:59: Oh Gott, die bleiben ja nicht ewig.
01:02:02: Man wird von dieser Mutterschaft so überrollt wie schön das wirklich ist und dann aber auch gleichzeitig... Ich bin immer sehr erst guckig, was kommt als Nächstes?
01:02:10: Und genau das berufliche war ein Punkt.
01:02:13: also ich glaube diese Zeit und eben da nicht nur zu sagen jetzt arbeite ich ganz viel und jetzt sondern eigentlich dieses nochmal mehr... Also ich denke an Reisen.
01:02:23: auf jeden Fall werde ich mehr machen Ich werde mehr, auch wirklich noch mal so diese Hobbys.
01:02:29: Wo ich jetzt immer gedacht habe, ah nee muss doch nicht sein und das ist ja auch so jetzt dreimal die Woche zum Yoga.
01:02:35: Also ich hab aber auch ein Hund der einfach schon sehr viel Zeit nimmt.
01:02:38: Deswegen bin ich schon immer relativ weg Und dann habe ich halt so eine Dinge oft so ein bisschen nicht so.
01:02:42: also da habe ich Lust darauf dass ein bisschen mehr zu machen Und auch noch mal zu gucken, was so geht an Vernetzung mit Frauen.
01:02:50: Das ist wirklich... Dass ich das als ganz neue Qualität kennengelernt habe wie schön es ist, auch im Erwachsenenalter Freundschaften zu pflegen und meine Freunde sind ein bisschen verstreut.
01:02:59: also wo trifft man sich da?
01:03:02: Wo du das wieder zusammen weben kannst.
01:03:03: Genau.
01:03:04: So das Frauennetz.
01:03:05: Ja
01:03:06: und die dann vielleicht auch längere Zeit zu besuchen Also da sind schon so, ich merke das für
01:03:13: mich auch zusammen zu reisen.
01:03:16: Genau und natürlich auch mit meinem Mann... wirklich noch mal anders zu gucken, was haben wir eigentlich für Pläne?
01:03:21: Also bei uns war es natürlich auch sehr auf Familie und ja klar.
01:03:24: Wir mögen das wo wir leben so sehr dass es irgendwie einerseits nicht so ist wie ach jetzt man will wegziehen aber ich habe das schon manchmal als Gedanken zu sagen naja vielleicht doch nochmal ein bisschen raus in die Natur oder dass man so ein bisschen flexibler ist vielleicht
01:03:37: einfach nochmal so das ganze Bild nochmal öffnen.
01:03:42: Da freue ich mich auch total darauf, dass es so.
01:03:45: ein Traum hört sich an.
01:03:48: Es muss unbedingt verwirklicht
01:03:49: werden.
01:03:50: Aber eine Gedanke für mich da noch mal zu gucken ... Wow!
01:03:56: Das fängt eine neue Beziehung an von uns beiden.
01:04:01: Vielleicht rauszugehen aus diesem Gedanken, was wird denn das jetzt?
01:04:04: Wenn wir dieses Thema nicht mehr haben, sondern du und ich, wir haben uns irgendwann verliebt, da hatten wir keine Kinder Aber da waren wir auch noch ganz andere Menschen.
01:04:13: Und jetzt können wir eigentlich nochmal einen ganz anderen Menschen kennenlernen, weil der ist durch diese twenty-fünf Jahre, was du vorhin gesagt hast, durchgegangen und er hat sich so entwickelt und mit so vielen neuen Ideen entdeckt und da wirklich den Raum zu haben.
01:04:28: Ich freu mich wohl drauf!
01:04:31: Ja, denke ich auch.
01:04:31: Wenn man das produktiv oder konstruktiv als Chance begreift und da ist man ganz anders im Gespräch?
01:04:37: Voll!
01:04:37: Also wenn man wirklich mal fragt so wie stellst du dir das eigentlich vor?
01:04:40: und dann gemeinsam überlegt und jeder für sich was sind die Themen...
01:04:45: Und wie oft gehen wir davon selbstverständlich aus dass der andere das so oder so denkt?
01:04:50: Über wie viele Themen sprechen wir denn wirklich?
01:04:53: Wie siehst Du das?
01:04:54: Wie denkst Du darüber?
01:04:56: Was interessiert Dich?
01:04:57: Wovon träumst Du denn eigentlich?
01:05:01: Ja.
01:05:01: Es hat Riesen geschenkt, wenn man dazu zweit ist in der Zeit auch.
01:05:04: Genau und das aber auch erst mal wieder so sehen zu können, ist auch schon wieder ein Schritt.
01:05:07: Also viele der Frauen mit denen ich arbeite es schon eher dieses, wir reden kaum noch oder es ist also schwierig und man streitet oder man hat sich auch so ein bisschen zurückgezogen und macht dann vielleicht jeder lebt zu seinen Leben nebeneinander
01:05:18: her
01:05:19: und auch einfach eine große Sorge.
01:05:20: so kann man sich da wieder treffen Ja, voll.
01:05:22: Das weiß man natürlich nicht.
01:05:23: aber da würde ich auch sagen lieber es riskieren nochmal so einen Schritt auf den anderen zuzugehen als dann gleich zu sagen oh nee man lebt jetzt wieder so weiter und auch da spielen uns natürlich aber wieder viel unsere Glaubenssätze unsere Themen rein
01:05:35: ja und unsere unser Bild von dem anderen genau also wir sind gerade wie Frauen.
01:05:41: wir machen weiss nicht.
01:05:43: sechzig Prozent unserer Kommunikation machen wir schon vorher im Kopf mit Menschen die wir meinen zu kennen Und dann gehen wir davon aus, dass die das so denken und entscheiden.
01:05:54: Das ist der sicherste Weg!
01:05:55: Aber es ist auch der sichereste Weg nicht die Chancen zu nutzen.
01:05:58: Ja, total.
01:06:02: Mein Partner und ich hatten eine Phase, wo mir das da so ging.
01:06:05: Dass ich dachte, wir reden gar nicht richtig miteinander... Wir haben was ganz Tolles gemacht.
01:06:10: Vielleicht können wir das als Tipp mitgeben?
01:06:14: Wir haben ein Zwiegespräch gemacht.
01:06:15: Und das war so krass wertvoll für uns, dass die eine Person ... Man verabredet wär's als erstes dran und die Person, die es als erst dran ist hat eine gewisse Zeit, die man vorher festlegt.
01:06:29: Wir haben gesagt, ne dreiviertel Stunde.
01:06:32: Das fühlt sich erst mal mega lang an, geht aber im Endeffekt super schnell vorbei.
01:06:37: Wenn man vorher schon das Gefühl hat, sie ist vorbei, dann ist ihr halt ... nicht ganz so lang, aber höchstens eine Dreiviertel Stunde.
01:06:44: Wo du einfach erzählen darfst was geht gerade in dir vor?
01:06:48: Wie fühlst du dich?
01:06:49: man kann vorher auch ein bisschen Ausrichtung festlegen.
01:06:51: so sprechen wir eher über die Beziehungen, sprechen wir über den Beruf, sprechen wird über unser Miteinander Familie miteinander oder so und dann kann diese Person eine dreiviertelt Stunde einfach nur darüber sprechen ohne dass die andere da reingeht.
01:07:05: genau sie darf nichts sagen Sie hört zu
01:07:07: Genau.
01:07:08: Und das ist so, so spannend!
01:07:10: Wo an welchen Ecken ich eigentlich
01:07:14: mit total auf die Zunge
01:07:15: beißen muss?
01:07:16: Damit ich da nicht reingehe und dann erkennen darf wo geht er denn hin in diesem Gespräch?
01:07:21: was für Schlüsse macht eher Was für den Gespräch der auswendig nicht plötzlich das Thema wechseln weil ich irgendwie etwas reinbringe?
01:07:31: und wir haben uns... Wir haben das glaube ich Nachdem der eine Dreiviertelstunde gesagt hat, macht man ne kurze Pause und dann ist der andere dran.
01:07:39: Am Ende kann man sich darüber frei unterhalten.
01:07:42: Da gibt es ganz viele unterschiedliche Strukturen findet man auf YouTube und überall.
01:07:47: Aber was für uns?
01:07:48: Wir haben das drei-viermal gemacht Und wir haben gleich schon beim ersten Mal gesehen Das geht in dir vor.
01:08:00: Ich dachte dass interessierte ich gar nicht.
01:08:02: Ich dachte, du kriegst mich gar nicht mit.
01:08:05: Und was du da alles grade sagst und von mir mitkriegst ... Was du dir Gedanken machst über uns ...
01:08:12: Das ist total schön eigentlich.
01:08:13: Krieg ich sofort wieder Gänsehaut?
01:08:15: Weil es plötzlich so ... Nee wir sind doch Buddies!
01:08:18: Wir sind doch auf dem Weg gemeinsam miteinander.
01:08:21: Du bist auch in der Phase wo's irgendwie um etwas geht für dich.
01:08:26: Ich glaube das ist eine riesen, Riesen Chance immer wieder zu sagen Ich hab mir diesen Menschen ausgesucht.
01:08:35: Und wir lassen das nicht einfach so versammeln?
01:08:38: Genau, total auch.
01:08:41: Nicht zu unterschätzen was da noch ist.
01:08:42: Auch wenn da vielleicht viel Schweigsamkeit sein mag.
01:08:45: Nicht so unterschätzen was doch in den Köpfen geht
01:08:48: und
01:08:48: wie wertvoll es sein kann, das auszutauschen.
01:08:50: Das ist
01:08:51: auch eine Methode, die ich gerne empfehle.
01:08:53: Und gleichzeitig auch noch wenn man sagt also gerade Männer wollen ja vielleicht auch immer mit nicht so viel reden das jetzt ein sehr Klischee aber letztlich doch dass wir Frauen viel über Kommunikation lösen wollen und in Verbindung sind was ja auch total schönes Aber was auch total hilfreich sein kann es wirklich diese gemeinsame ruhige Zeit also bewusst zu sagen kommen wir setzen uns jetzt mal einfach nur zusammen auf Sofa kuscheln und es ist wenn man das als Frau ganz klar formuliert Ich brauche jetzt von dir eine Umarmung oder lasst uns einfach nochmal eine halbe Stunde spazieren gehen, gar nicht mit dem Anspruch.
01:09:22: Man muss jetzt alles nochmal austauschen für diese gemeinsame Zeit und zwei...
01:09:25: Handhalten!
01:09:26: Ja
01:09:26: genau ja wirklich diese kleinen Sachen so ne?
01:09:28: Also wenn sich das Nervensystem ruhigen kann einfach durch diesen Nähe- und diesen Ausgleich und auch ein bisschen wieder zu spüren okay ich kann mich da auch fallen lassen der ist schon da auch wenn er im Alltag vielleicht auch in seinen Themen ist zum Beispiel auch oft
01:09:40: Natürlich.
01:09:40: Wie erarbeitet und so weiter?
01:09:43: Ja, es ist auch ... Es ist schön, dass du das sagst, weil es ist genau so ein Schlüssel, wenn ich verabrede mit meinem Partner.
01:09:49: Wenn du nach Hause kommst oder wenn ich nach Hause komme, begrüßen wir uns!
01:09:52: Und wir geben uns meinen Kurs.
01:09:55: Genau.
01:09:56: Weil diese körperliche Verbindungen reguliert so viel wie als Paar, wenn wir zusammen sind... Wir sind halt einfach der Stamm dieses Baumes Und der gehört zusammen, auch körperlich.
01:10:14: Das sind ja manchmal diese kleinen Gesten, die aber regelmäßig sind, wenn man sich morgens begrüßt und immer den Arm nimmt.
01:10:21: Wenn man sich abends wieder sieht und sich wieder ein Arm nimmt oder vielleicht zwischendurch malen.
01:10:26: Auch wenn es kurz den Fokus braucht ... Ich war gerade auf dem Weg zu!
01:10:31: Ja,
01:10:32: einmal kurz
01:10:32: genau.
01:10:34: Es tut gut.
01:10:35: Ja, genau.
01:10:35: Darf ich auch mal sich kurz abzusprechen?
01:10:37: Was magst du eigentlich was ist für dich schön?
01:10:39: Wenn du nach Hause kommst brauchst du erst mal fünf Minuten und willst
01:10:41: gar nicht
01:10:42: angesprochen werden und dann okay.
01:10:43: aber dann für mich wäre es schön wenn wir uns einmal kurz umarmen und das kann auch total gut sein da letztlich auch so noch mal diese ganze Erfahrung die man als Paar gesammelt hat zu nutzen dass man sich so gut kennt und das man sich vertraut
01:10:57: ja
01:10:57: das eben nicht in dieses schweigsamkeit kippen zu lassen und diese distanz sondern mal was da auch schon alles da ist.
01:11:03: Genau und dann auch nicht herumdenken zu müssen, was gefällt ihr?
01:11:06: Was braucht die denn jetzt so?
01:11:08: Ja voll.
01:11:09: Ja.
01:11:09: Oh Juliane!
01:11:11: Richtig richtig schön.
01:11:14: Dank für die tollen Fragen.
01:11:16: Danke für das tolle Gespräch.
01:11:18: Es ist ja so wie ein Pinkpong einfach so immer weiter.
01:11:22: ich finde es einfach so.
01:11:24: So schön auch wieder, wir haben vorhin von Gemeinschaft geredet.
01:11:27: Von weiblicher Gemeinschaft und von Verbindungen.
01:11:31: Wie oft sagt man irgendwie die arbeitet mit dem Pubertät?
01:11:35: Ich mach das doch auch!
01:11:39: Das passiert ja manchmal.
01:11:41: Und gleichzeitig ist es aber so schön sich darüber zu verbinden.
01:11:46: Und wie wir beide merken gibt's so viel Bedarf weil dieses Thema In unserer Gesellschaft wird ein bisschen stigmatisiert, in diese Problemzone gedrückt.
01:11:57: Aber so richtig Hilfe und Begleitung, die freutvoll ist und nicht gleich Therapie heißt, gibt es nicht!
01:12:06: Genau.
01:12:06: Also noch zu wenig?
01:12:07: Ja!
01:12:07: Es ist doch viel besser, wenn wir uns verbinden mit einem anderen.
01:12:10: Auf jeden
01:12:10: Fall.
01:12:11: Und auch voneinander lernen... Ich habe durch dich total viel gelernt.
01:12:15: Wir kennen uns ja schon länger und auch immer ganz viele Sätze oder dass jemand was sagt, das bleibt dann so im Kopf.
01:12:21: Gleichzeitig auch dieser Blick auf diese ganzen Frauen da draußen.
01:12:25: Meine Klienten sind wie nicht eine Landkarte aber ich sehe die immer so blinkende oft.
01:12:29: Bleiben mir so anekdoten im Kopf Wo ich so denke, wie schön es ist, dass da jetzt ganz viele für sich losgehen.
01:12:35: Und dazu müssen wir unser Wissen teilen.
01:12:38: Also unsere persönlichen Erfahrungen und unser Wissens und auch diese Offenheit zu behalten für jede von uns.
01:12:45: Total!
01:12:46: Das was ich am Anfang gesagt habe, das bei dem Herzblut-Bammer-Wochenende hatte ich wirklich auch so... Da war ein Moment wo so viel Schmerz zu spüren war im Raum auch.
01:12:55: Und dann dachte ich, wir haben alle... Wir wissen ganz genau, was die andere jetzt fühlt?
01:13:01: Und dieses Miteinander, dieses kollektive Bewusstsein nicht nur um Schmerz sondern auch in der Freude das einfach zu teilen und die Welt zu geben.
01:13:11: Das klingt ja immer gleich sehr dramatisch.
01:13:13: aber es ist wirklich in dem Moment wo wir darüber sprechen was uns bewegt was helfen kann, was wir selber ausprobiert haben und auch sozusagen uns trauen da Hilfe zu holen wird ganz viel möglich.
01:13:24: Voll!
01:13:25: Und es ist so schön, dass du das gerade nochmal sagst weil ich kann mich an den Moment erinnern wo das so intensiv war.
01:13:30: und es war gleichzeitig aber auch so richtig weil jede im Raum spürt oh ist das eine Erlaubnis?
01:13:37: Das mal einmal gemeinsam mit anderen durch meinen Körper durchgehen lassen zu dürfen und ganz sicher zu wissen das ist ne Welle Diese Welle, die gedarf jetzt mal richtig laut werden und wird nicht von irgendwem relativiert.
01:13:52: Und die wird nicht vom irgendwem irgendwie eingeordnet und da wird nicht mit irgendeine Lösung gefunden.
01:13:58: Sondern es ist ganz und gar erlaubt das einmal intensiv durchzufühlen um dann gemeinsam zu sehen was eine Kraft!
01:14:05: Ja genau und dass auch wirklich so loszulassen und sich verbunden zu fühlen und gleichzeitig so auszusagen okay wir legen da ein Stück weit das ab.
01:14:12: ja Und was immer noch für mich auch so das große Thema dahinter ist, im Winter meiner Arbeit ist diese Lebenszeit die wir haben.
01:14:20: Dass wir alle ja nicht wissen wie alt werden
01:14:23: und
01:14:24: wir sagen das auch immer so hach und Gesundheit und zum Geburtstag.
01:14:28: aber die Frage ist wirklich was machen wir dann daraus?
01:14:30: Und ohne uns davon unter Druck setzen zu lassen sondern wirklich zu sagen ob ich schön jeder Tag ist ein Geschenk kann irgendwie da was Schönes.
01:14:39: Das ist aber hauptsächlich in uns, wie leben wir es?
01:14:42: Und das ist immer wieder herausfordernd weil natürlich auch von außen viel passiert.
01:14:46: Aber gleichzeitig halt einfach auch total
01:14:48: schön
01:14:49: dieses komische Leben.
01:14:50: Ja,
01:14:50: dieses komischere Leben ist total schön!
01:14:54: Danke dir Juliane.
01:14:57: Wenn ihr dieser Podcast gefällt dann gib ihm fünf Sterne teile ihn mit allen Menschen die
01:15:02: dir lieb sind
01:15:03: Und helf uns, den mehr in die Sichtbarkeit zu bringen.
01:15:06: Weil ich glaube diese ganzen Themen sind für sehr viele Leute sehr interessant und inspirierend und vielleicht auch bestärkend.
01:15:13: Und du kannst da mitmachen!
01:15:15: die ihr in die Welt springt.
01:15:17: Schön, dass du da warst und bis zum nächsten Mal bei das Fließen im Liebe deinen Ehler!
01:15:25: Yes my strength is sensitivity.
01:15:29: yes my heart space isn't limited.
01:15:34: yes I feel you all come passionately and my world creates life magically Lafter, Preise und Autorizeit.
01:15:54: Und wir supporten uns!
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